Laut Flöttl keine Direktüberweisung

Wolfgang Flöttl &copy APA
Wolfgang Flöttl &copy APA
Der Investmentbanker Wolfgang Flöttl hat Mittwoch Abend in der „Zeit im Bild 2“ klar gestellt, dass es von seiner Seite keine direkten Zahlungen im Auftrag der BAWAG an die SPÖ gegeben hat.

Allerdings sei er sehr wohl angewiesen worden, Gelder an Institutionen zu überweisen, wo entsprechende Hintergründe angedeutet worden seien. Konkret sei bei einer Überweisung an eine „Liechtensteiner Institution“ auf die „politische Funktion“ verwiesen worden. Was letztlich wirklich mit dem Geld passiert sei, könne er allerdings nicht sagen: „Das ist ein Thema, das uns nicht interessiert.“

Warum es überhaupt solche Zahlungen gegeben habe, begründete Flöttl damit, dass man damals nach den diversen Verlusten „in ziemlich starker Abhängigkeit von der Bank“ gewesen sei. Einmal mehr beharrte der Investmentbanker darauf, dass er auch dem früheren Bundeskanzler Franz Vranitzky auf Auftrag eine Überweisung zukommen habe lassen und bestritt, dass dieser ihn in Sachen Euro-Einführung beraten habe, wie es der Alt-SPÖ-Chef darstellt: „Das ist eine nicht sehr werthaltige Angabe, da wir damals nicht in Europa investiert haben sondern in Asien, genau in Japan.“

Bestritten wird von Flöttl, dass er sich jetzt von der Koalition vor den politischen Karren spannen lasse. So betont er etwa zu dem Yacht-Urlaub mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser als Gast des Bankers Julius Meinl, Grasser habe für ihn „keinerlei Interesse“ gehabt, da er sein ganzes Interesse seiner Frau Fiona zugewendet habe. Auch unterstrich Flöttl, dass er und sein Umfeld nichts mit angeblichen Geheiminformationen zu tun hätten, die in den letzten Tagen von BZÖ-Chef Peter Westenthaler und dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider in Sachen BAWAG an die Öffentlichkeit getragen worden waren.

Indes hat das Justizministerium laut ORF-Radio bestätigt, dass in der Causa BAWAG die Anklageschrift gegen neun Personen fertig gestellt worden sei, unter den Beschuldigten Flöttl, der frühere ÖGB-Finanzchef Günter Weninger und die ehemaligen BAWAG-Vorstände Helmut Elsner und Zwettler

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