Laut Asfinag Wiener für Umfahrung

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Die Wiener Außenringschnellstraße S1 stößt laut Autobahngesellschaft Asfinag bei den Leuten auf große Zustimmung. Laut vorliegender OGM-Umfrage halten in Wien und Umgebung 86% eine Umfahrung für notwendig.

Die Nordost-Umfahrung, also der geplant S1-Abschnitt unter Donau und Lobau, wird von 70 Prozent begrüßt.

Umstrittene Untertunnelung

Noch größer ist die Zustimmung in der betroffenen Region: Zwischen Schwechat und Süßenbrunn sind laut Asfinag 80 Prozent der befragten Anrainer für die Nordost-Umfahrung, nur sieben dagegen.

Vom geplanten Tunnel unter dem Nationalpark haben in der betroffenen Region bereits 78 Prozent gehört, gegenüber 63 Prozent unter sämtlichen Befragten.

“Harmloser” Tunnel?


Positiv für die Asfinag: Unter jenen, die vom Tunnelprojekt gehört haben, erwarten sich nur 35 Prozent eine Beeinträchtigung des Nationalparks. 55 Prozent glauben das nicht, zehn Prozent machen keine Angaben.

Von der S1 als Ganzes erwarten sich zehn Prozent einen persönlichen Nachteil, wobei am häufigsten Beeinträchtigungen der Umwelt genannt wurden. Einen persönlichen Nutzen sehen 36 Prozent. Mit 57 Prozent ist dieser Wert bei den direkt Betroffenen zwischen Vösendorf und Schwechat – also dort, wo es die Straße bereits gibt – um einiges größer.

Probebohrungen in der Lobau

Über die Probebohrungen, die die Asfinag im kommenden Winterhalbjahr in der Lobau durchführen will, wissen nur 26 Prozent der Befragten Bescheid. Unter den Anrainern sind es 40 Prozent. Auch hier überwiegt eine positive Einschätzung: 60 Prozent erwarten keine Beeinträchtigung des Nationalparks. Unter den betroffenen Anrainern sind es 65 Prozent.

„Wir sind positiv überrascht, dass sich die Ängste sehr in Grenzen halten“, meinte dazu Asfinag-Sprecherin Anita Oberholzer: „Die Zustimmung ist groß, trotz der vorangegangenen Diskussion in den Medien.“ Bei der repräsentativen Umfrage wurden 500 Personen ab 18 Jahren aus Wien sowie 400 Personen aus Anrainergemeinden der S1 telefonisch befragt. Durchgeführt wurde sie im vergangenen Juli.

Den Zeitplan für die Realisierung der Nordost-Umfahrung – Baubeginn 2009, Fertigstellung 2015 – könne man weiter einhalten, aber nur, wenn die Probebohrungen wie geplant zwischen 1. November 2006 und 31. März 2007 durchgeführt würden, erläuterte Projektleiter Christian Honeger: „Wir sind von den Bohrungen abhängig. Wir müssen sie machen, denn sie sind für die weiteren Planungen für den Tunnelbau unverzichtbar.“

Durch die von Umweltorganisationen angekündigten Proteste könnte im schlimmsten Fall zwar der Zeitplan kippen, so Oberholzer: „Aber das Gesamtprojekt ist dadurch nicht gefährdet.“ Die Bohrungen müssten dann eben im Winter 2007/08 durchgeführt werden, was auch alle anderen Termine um ein Jahr hinausschieben würde.

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