Laska zeichnet fünf WienerInnen aus

Am 19. Dezember ehrte Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska sechs WienerInnen für ihre Verdienste um die Stadt Wien.

Heinrich Peter Reinelt erhielt die Prof.-Dr.-Julius-Tandler-Medaille der Stadt Wien in Silber, Dr. Christine Krawarik, Brigitte Mörwald und DDr. Wolf Peschl die Otto-Glöckel-Medaille der Stadt Wien und Herbert Brandstätter das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien.

Prof.-Dr.-Julius-Tandler Medaille für Heinrich Peter Reinelt

Noch während seiner Schulzeit engagierte sich der 1944 in Wien geborene Heinrich Peter Reinelt in der Kinder- und Jugendarbeit. Aus dem langjährigen Engagement in der ehrenamtlichen Jugendbetreuung resultierte schließlich 1976 ein Wechsel in die berufliche Jugendarbeit, wo er u.a. den Auftrag erhielt, den Verein Jugendzentren der Stadt Wien zu gründen. 1987 beendete er seine ambitionierte Tätigkeit beim Verein Wiener Jugendzentren und wurde Leiter des neu errichteten Hauses Neubau im Kuratorium Pensionisten-Wohnhäuser. Der kurzfristig notwendige Aufbau eines MitarbeiterInnenteams und die Verwandlung von 300 neuen Wohn- und Pflegeplätzen in ein komfortables und geborgenes Zuhause, gab ihm erneut Gelegenheit, seine soziale Kompetenz und seine organisatorischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Ihm ist der ausgezeichnete Ruf des Pensionistenwohnhauses zu verdanken, den er bis zu seinem Ruhestand gefestigt und ausgebaut hat.

Otto-Glöckel-Medaille für Christine Krawarik

Die 1947 in Wien geborene Christine Krawarik ist eine engagierte Vertreterin der Elternvereine an den Höheren Schulen Wiens und hat sich zahlreiche Verdienste rund um den Themenkreis Vertretung der Rechte und Interessen von Eltern, Beratung von Eltern, Zusammenarbeit mit den Schulbehörden u.v.m. erworben. Seit 1985 ist Christine Krawarik, die in den Fächern Geschichte, Englisch und Spanisch promovierte, Mitglied im Elternverein des Gymnasiums Billrothstraße, seit 1990 Obfrau. Drei Jahre später wurde sie Vorsitzende des Verbandes der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens und Mitglied des Elternbeitrages im Unterrichtsministerium und im Wiener Stadtschulrat. Ihre außerordentliche Sensibilität gepaart mit profunder Fachkenntnis hat zu vielbeachteten Ergebnissen geführt und viel Anerkennung gefunden.

Otto-Glöckel-Medaille für Brigitte Mörwald

Seit zehn Jahren ist Brigitte Mörwald bereits in der Integrationsberatungsstelle des Stadtschulrates tätig. Die positive Situation des Integrationsbereiches spiegelt auch ihr Engagement wieder. Waren es im Schuljahr 1991/92 noch 67 Integrationsklassen, so gab es 2001/02 bereits 640. Die 51-jährige Hauptschuloberlehrerin, die auch an der Sonderschule für erziehungsschwierige Kinder in Wien Alsergrund und in der Sondererziehungsschule in Döbling tätig war, wirkt sowohl koordinierend als auch verbindend zwischen Erziehungsberechtigten, Schule und all jenen Stellen, die sich mit dem Anliegen des gemeinsamen Unterrichts behinderter und nichtbehinderter Kinder beschäftigen. Seit vielen Jahren sammelt die Pädagogin Daten und Fakten zur Integration und legt damit die Basis zur Dokumentation einer mehr als 15-jährigen Schulgeschichte.

Otto-Glöckel-Medaille für Wolf Peschl

Wolf Peschl kann auf ein jahrzehntelanges künstlerisches, musikalisches und schulisches Wirken zurückblicken. 1943 in Wien geboren, startete er nach Absolvierung seiner Studien (Lehramt Musikerziehung, Lehramt Geschichte und Dr. phil) 1966 seine berufliche Laufbahn am Akademischen Gymnasium Wien als Lehrer für Geschichte und Musik. Neben seiner Lehrtätigkeit leitete er Musikaufführungen mit seinen SchülerInnen in großen Konzertsälen und konnte auch eigene kompositorische Arbeiten für Bühnenwerke in Innsbruck, Klagenfurt, Bozen, Meran und Frankfurt zur Aufführung bringen. 1986 wurde Hofrat DDr. h.c. Wolf Peschl zum Direktor des Landstraßer Gymnasiums bestellt und setzte sich dort maßgeblich für die Förderung von Sprachaustauschprogrammen mit Partnerschulen in der Ukraine, Chicago, Brünn und Budapest ein. Zahlreiche Mitgliedschaften in diversen Gremien und und seine Tätigkeit als Präsident der “Arbeitsgemeinschaft der Musikerzieher Österreichs” sowie Vizepräsident des Österreichischen Musikrates und Vorstandsmitglied der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Schulmusik bestätigen sein Engagement, das weit über seine berufliche Tätigkeit hinaus geht. Darüber hinaus verfasste er mehrere Lehrbücher sowie mehr als 125 Publikationen zu pädagogischen, musikspezifischen u.a. Themen.

Goldenes Verdienstzeichen für Brandstätter Herbert

Die erste berufliche Station des gelernten Tischlers war die Wiener Rathauswache. Herbert Brandstätter, der 1944 in Kirchberg geboren wurde, spezialisierte sich bald und wurde ein gefragter Ansprechpartner bei der Planung von Vorsorgeeinrichtungen und Unfallverhütung im Rahmen des Katastrophenschutzes. 1980 wechselte er in das Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser und übernahm 1991 die Leitung des Pensionistenwohnhauses Döbling, wo er durch den Ein- und Ausbau von Therapie- und Freizeiträumen eine wesentliche Hebung der Wohnqualität erreichen konnte. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Hauses Hohe Warte konnte er als dessen Leiter schon zum Zeitpunkt der Planung die besten Sicherheitseinrichtungen berücksichtigen und wurde in der Folge als Brandschutzbeauftragter für alle Pensionistenwohnhäuser eingesetzt. Durch sein enormes Fachwissen hat er viel zur Sicherheit der Bewohner beigetragen und höchste Sicherheitsstandards kostensparend verwirklicht.

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