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Larijani trifft IAEO-Chef ElBaradei in Wien

Einen Tag vor Ablauf einer Frist des UNO- Sicherheitsrates kommt der Chefunterhändler für das iranische Atomprogramm, Ali Larijani, am Dienstag in Wien mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO, Mohamed ElBaradei, zusammen.

Eine UNO-Resolution sieht Sanktionen vor, falls der Iran nicht sämtliche atomare Aktivitäten einstellt, die zur Weiterverbreitung von Atomwaffen führen könnten.

Das gilt auch für die Arbeit an Projekten für Schwerwasserreaktoren. Die IAEO soll am Freitag einen Bericht vorlegen, aus dem hervorgeht, ob der Iran den Forderungen nachgekommen ist. Der Iran könnte nach Einschätzung der IAEO innerhalb der nächsten sechs Monate zu einer massenhaften Anreicherung von Uran in der Lage sein. „Es können sechs Monate sein, es kann ein Jahr sein“, sagte ElBaradei der „Financial Times“. Der Iran könne innerhalb der nächsten Monate 3.000 Zentrifugen betreiben. Allerdings könne es sein, dass das Land noch zehn Jahre davon entfernt ist, eine Atombombe zu bauen. „Es ist ein großer Unterschied zwischen dem Erlangen der Fähigkeit zur Anreicherung und der Entwicklung einer Bombe“, sagte ElBaradei. Nach Angaben von Diplomaten hat der Iran bereits das für die Anreicherung notwendige Gas Uranhexafluorid (UF6) in seine Anlage in Natanz gebracht.

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