Lange Nacht der Kirchen: Stephansdom wird zur Lichtskulptur

Der Wiener Stephansdom mutiert für die heurige Langen Nacht der Kirchen zur Lichtskulptur.

Der Künstler Stefan Knor, der den Innenraum des Sakralbaus bereits im Vorjahr in verschiedene Farben tauchte, wird heuer mit Stoffbahnen und Licht arbeiten. Begleitet wird die Installation am 1. Juni zwischen 19.00 und 1.00 Uhr von Live-Musik. Knors Arbeit ist dabei einer von rund 1.000 Programmpunkten bei der heurigen Langen Nacht.

Knor hat für seine Lichtskulptur achtzehn feuerfeste Leinenbahnen an der Decke des Domes angebracht. Die 35 Meter langen und 2,2 Meter breiten Stoffstücke vermitteln die heimelige Anmutung eines Zeltes, so Knor im APA-Gespräch. Dementsprechend auch der der Bibel entnommene Titel der Aktion: „Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid.“ Für das Licht sorgen insgesamt knapp 500 teils farbige Leuchten. Die Installation als Gesamtkunstwerk komplettiert am Freitag dann Live-Musik, die von Joseph Haydn bis Arvo Pärt reicht.

Neben dem Veranstaltungsort Stephansdom wird in der Nacht des 1. Juni in weiteren 160 Kirchen in der Bundeshauptstadt die dritte Lange Nacht der Kirchen gefeiert. Mit 1.000 Programmpunkten wollen die Organisatoren – alle 14 in der Ökumene organisierten christlichen Kirchen – wieder rund 100.000 Besucher locken.

Nach einem zehnminütigen Geläut aller teilnehmenden Kirchen um 17.50 Uhr findet in der Lutherischen Stadtkirche die Eröffnungsfeier statt. Die Bandbreite der folgenden Veranstaltungen reicht über Musik und Kirchenführungen bis hin zu Installationen und Diskussionen.

So sprechen Kardinal Christoph Schönborn und Festwochenintendant Luc Bondy in der Minoritenkirche über „Schuld und Vergebung in Christentum und Kultur“. In St. Rochus im Bezirk Landstraße sinnieren Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) und Pfarrer Stefan Reuffurth über „Liebe, Sex und Heiligkeit“.

Als weitere Höhepunkte finden sich Lesungen von Erika Pluhar, zwei Auftritte der Wiener Sängerknaben oder auch das Kochen biblischer Rezepte im Bibelzentrum beim Museumsquartier auf dem Festkalender. Dabei beschränkt sich die Lange Nacht der Kirchen nicht mehr auf Wien: Österreichweit beteiligen sich heuer knapp 300 Kirchen. So sind Linz, Graz, Klagenfurt und Salzburg mit von der Partie, im kommenden Jahr sollen noch Innsbruck und Feldkirch folgen.

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