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Landesstatthalter Bischof tritt Mitte Dezember zurück

"Als Folge meiner akuten Erkrankung im September dieses Jahres und meines aktuellen Gesundheitszustandes, sehe ich mich gezwungen - auch auf dringenden ärztlichen Rat - mein Amt als Landesstatthalter sowie als Gesundheits- und Kulturreferent der Vorarlberger Landesregierung niederzulegen. Ich musste in den letzten Wochen die bisher schwierigste Entscheidung meines Lebens treffen. Aber die gesundheitlichen Einschränkungen erlauben es mir nicht mehr, meine verantwortungsvollen Aufgaben in vollem Umfang wahrzunehmen", erklärte Bischof am Dienstag Vormittag.

Nach rund 14 Jahren in der Politik wird Landesstatthalter Bischof am 13. Dezember im Zuge der Landtagssitzung sein Amt niederlegen und dieses zur Verfügung stellen. “Bis zu meinem definitiven Austritt werde ich die Geschäfte und die angefangenen Projekte weiterhin mit Engagement vorantreiben und so aufbereiten, dass alles geordnet übergeben werden kann.”

Landesstatthalter Bischof wird sich nach seinem Ausscheiden aus der Vorarlberger Landesregierung ganz auf seine vollständige Genesung konzentrieren. “Ich habe eine sehr deutliche Warnung bekommen, die ich mit allen Konsequenzen annehme. An erster Stelle steht nun meine vollständigen Rekonvaleszenz und vor allem meine Familie.”

Ich danke allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Mitstreiterinnen, Mitstreitern für die gute Zusammenarbeit während der letzten 13 Jahre und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute.

Lebenslauf Landesstatthalter Hans-Peter Bischof

Persönliches: Geboren am 21. Januar 1947 in Götzis, Vorarlberg verheiratet mit Brigitte wohnhaft in Lochau

Ausbildung: Matura am Kollegium San Bernardi Mehrerau Medizinstudium an der Universität Innsbruck 1975 Promotion 1983 Abschluss der Facharztausbildung 1989 Additivfacharzt “Kardiologe” 1991 Leiter der Intensivabteilung am Landeskrankenhaus Bregenz

Politische Laufbahn: 1993 – 1997 Landesrat 1997 – 1999 Landestatthalter 1999 – 2004 Landsrat seit Oktober 2004 Landesstatthalter

Aufgabenbereiche: Gesundheitsrecht und Sozialversicherung Sanitätsangelegenheiten Kultur Weiterbildung Archiv- und Bibliothekswesen Musikschulen Behindertenhilfe

Nach Abschluss des Medizinstudiums und der Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin war er als stationsführender Oberarzt wesentlich am Aufbau der Intensivstation am LKH Bregenz beteiligt. 1989 erhielt er das Dekret Additivfacharzt “Kardiologie”.

Neben seinem Engagement in der Standesvertretung, in der er über Jahre Leiter des Vorsorgereferates der Österreichischen Ärztekammer war, leitete er das WHO-Programm “CINDI”. Im “Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin” initiierte er zahlreiche neue Vorsorgeprogramme wie Haut-Vorsorge, Mammographie, Koronargruppen- und Lebensstilprogramme sowie den Aufbau der Zahnprophylaxe. Maßgeblich beteiligt war er auch am Vorarlberger Geriatriekonzept.

1993 wurde Hans-Peter Bischof zum Mitglied der Vorarlberger Landesregierung gewählt. Seit September 2004 hat er zusätzlich die Funktion des Landesstatthalters, des Landeshauptmann-Stellvertreters, übernommen. Seine Ressorts sind Gesundheit, Krankenanstalten, Behindertenhilfe, Weiterbildung und Kultur. Die Einführung der Leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung über das Modell Vorarlberg ist wesentlich auf seine Initiative zurückzuführen. Ebenso ist er Impulsgeber für die österreichische Gesundheitsreform. So stand sein Modellprojekt “Vorarlberger Gesundheitsfonds” Pate für die Umgestaltung des österreichischen Gesundheitswesens.

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OTS0102 2006-10-31/11:44

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