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Landeshauptstädte waren Stütze des Tourismus

Landeshauptstädte erweisen sich als Stütze des heimischen Tourismus
Landeshauptstädte erweisen sich als Stütze des heimischen Tourismus ©APA
Während die Gesamtzahl der Nächtigungen in heimischen Tourismusbetrieben im Vorjahr leicht zurückgegangen ist, konnte der Städtetourismus teilweise deutlich zulegen. Das geht aus Zahlen der Statistik Austria hervor.

Wien und die acht Landeshauptstädte sprengten 2014 gleich zwei Rekordmarken: Erstmals verbuchten sie mehr als 20 Millionen Nächtigungen und mit über 10 Millionen Gästen zogen sie mehr Besucher an als jemals zuvor. Die 10.092.000 Städtetouristen stellen ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber 2013 dar, der Zuwachs auf 20.387.000 Nächtigungen bedeutet eine durchschnittliche Steigerung von 5,2 Prozent.

Wien als Zugpferd

“Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das gesamte österreichische Tourismuswachstum maßgeblich von der Entwicklung in den Städten bestimmt wird”, kommentierte Norbert Kettner, Geschäftsführer von Wien-Tourismus und Vorsitzender der “Arge Städte”, die Zahlen in einer Aussendung vom Dienstag. Rechne man den Beitrag der Städte aus den 131,9 Millionen Nächtigungen in ganz Österreich heraus, würde sich der Nächtigungsrückgang laut Kettner auf minus 1,5 Prozent erhöhen. Von den 709.000 Ankünften, die Österreich zusätzlich 2014 verbuchte, würden ohne den Beitrag Wiens und der Landeshauptstädte “nur 182.000 übrig bleiben”.

Rekordwerte verzeichnet

1994 habe sich der Anteil der neun Städte an den gesamtösterreichischen Nächtigungen erst auf 9,2 Prozent belaufen, im Vorjahr seien es bereits 15,5 Prozent gewesen. Knapp ein Drittel der Städtenächtigungen entfalle dabei auf Wien. Die Bundeshauptstadt zählte nach Berechnungen der Statistik Austria im Vorjahr 13,5 Millionen Gästenächtigungen und damit um 6,3 Prozent mehr als 2013.

Für Wien, Salzburg (2.635.000, plus 3,2 Prozent), Innsbruck (1.490.000, plus 3,5 Prozent), Graz (1.029.000, plus 4,5 Prozent) und Bregenz (332.000, plus 2,3 Prozent) bedeutete das Nächtigungsergebnis 2014 jeweils Rekordwerte, schreiben die Tourismusvertreter. Das mit 17 Prozent größte Nächtigungsplus gab es in Eisenstadt (59.000 Nächtigungen), einzig in St. Pölten ging die Zahl der Nächtigungen zurück (minus 2,0 Prozent auf 141.000). In Linz blieb die Nächtigungszahl mit 776.000 stabil, in Klagenfurt betrug der Zuwachs 1,8 Prozent (402.000 Nächtigungen).

Tourismus in Österreich

“Der Kuchen wird immer größer”, so Kettner in der Aussendung, “doch auch der Wettbewerb unter den Städtedestinationen.” Geopolitische Veränderungen und wirtschaftliche Entwicklungen wirkten sich im Tourismus unmittelbar aus – und “am Beispiel Russland 2014 lässt sich gut illustrieren, wie wichtig ein differenzierter Nationenmix als Risikostreuung ist”. Mit dem internationalen Gästemix in österreichischen Landeshauptstädten zeigte sich Kettner zufrieden, Wachstumspotenzial für die kommenden Jahre sieht er insbesondere im asiatischen Raum. Die Steigerung von Direktflügen aus anderen Metropolen bezeichnete Kettner als “zentralen Punkt in der Tourismusstrategie Wien 2020”.

(APA)

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