Kunsthistorisches Museum zeigte Film von Star-Fotografin Nan Goldin

KHM-Generaldirektorin Sabine Haag und Kunstsammler Karlheinz Essl empfangen Nan Goldin
KHM-Generaldirektorin Sabine Haag und Kunstsammler Karlheinz Essl empfangen Nan Goldin ©Kunsthistorisches Museum
Die amerikanische Künstlerin Nan Goldin war am Mittwoch im Kunsthistorischen Museum in Wien zu Gast. Sie zeigte ihren neuen Film "Scopophilia" in der Kuppelhalle des Museums vor einem begeisterten Publikum.

Hoher Besuch im Kunsthistorischen Museum Wien: Nach Jeff Koons und dem britischen Kunstkritiker Martin Gayford war am 14. März die bedeutende zeitgenössische Fotografin Nan Goldin in dem Museum zu Gast. Sie besuchte Wien im Rahmen der neuen Gesprächsreihe zu moderner und zeitgenössischer Kunst zu Gast im Kunsthistorischen Museum.

Ein Film aus 400 Fotografien

In der Kuppelhalle stellt sie einem begeisterten Publikum ihren neuen Film “Scopophilia” vor. Der Film besteht aus über 400 Fotografien, welche die Künstlerin zu einem Großteil im Pariser Louvre aufgenommen hatte. Aufnahmen von Gemälden und Skulpturen stellt Goldin in diesem Werk sehr persönlichen, autobiografischen Porträtaufnamen gegenüber, wobei sie immer wieder mit mythologischen Anklängen arbeitet und so starke Bezüge rund um die ewig gültigen Themen Liebe, Tod, Sexualität und Verlangen herstellt. 

Nan Goldin begeistert von Brueghel

Im Anschluss an die Filmvorführung sprach die Kunsthistorikerin Catharina Kahane mit Nan Goldin über ihre Arbeit zu dem Film sowie über ihre Beziehung zu den Themen der alten Meister in ihrem Werk. Nan Goldin hatte bereits am Montag einige Stunden im Kunsthistorischen Museum verbracht, um auch hier Werke der Sammlung zu fotografieren. Besonders beeindruckt zeigte sich die Künstlerin dabei von den Brueghel-Werken in der Gemäldegalerie.

Generaldirektorin Sabine Haag und Adjunct Curator Jasper Sharp begrüßten zu der Veranstaltung viel Prominenz aus Kunst und Kultur, darunter Kunstsammler Karlheinz Essl, Werber Jan-Mariusz Demner, den ehemaligen Mumok-Direktor Edelbert Köb und Gheri Sackler von der Open Dialogue Foundation.

Ab 20. April wird im Rahmen der Reihe zu moderner und zeitgenössischer Kunst die erste Ausstellung im wiedereröffneten Theseustempel zu sehen sein: ein Projekt des Schweizer Künstlers Ugo Rondinone mit dem Titel “wisdom? peace? blank? all of this?”. Mit Ugo Rondinone wird ebenfalls einen Künstlergespräch im KHM stattfinden, womit sich die Reihe der hochkarätigen Künstler nach Nan Goldin fortsetzt.

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