Kunst ab 1 Euro im Looshaus am Wiener Michaelerplatz zu ersteigern

Zahlreiche Kunstwerke österreichischer Künstler kommen für den guten Zweck unter den Hammer.
Zahlreiche Kunstwerke österreichischer Künstler kommen für den guten Zweck unter den Hammer. ©Anna Mustapic
Am 9. April lädt Delta Cultura Austria in Kooperation mit dem Dorotheum Wien ins Looshaus am Michaelerplatz zur Versteigerung von mehr als 80 Original-Werken namhafter österreichischer Künstler.

Unter dem Motto “Bildung schafft Armut ab” lädt der 2002 gegründete Verein Delta Cultura im Namen der österreichischen Obfrau Liz Zimmermann bereits zum siebenten Mal zur hochkarätigen Benefiz-Kunstauktion. Mehr als 80 Werke sowohl etablierter als auch junger vielversprechender Künstler kommen im Looshaus am Michaelerplatz in Kooperation mit dem Dorotheum Wien und dem Senat der Wirtschaft am 9. April unter die Menschen.

Der Reinerlös geht an das von Delta Cultura 2005 erbaute Bildungszentrum in Tarrafal auf der kapverdischen Hauptinsel Santiago, das vom Österreicher Florian Wegenstein und seiner kapverdischen Frau Marisa initiiert wurde und bis heute vor Ort geleitet wird.

“Unverkäufliche” Rarität von Günter Brus mit dabei

Die heimische Prominenz der bildenden Kunst stellt sich dafür mit wahren Schätzen ein. Eines der unumstrittenen Top-Lose ist ein Original von Günter Brus mit dem Titel “wenn ich eine fremde Sprache nicht beherrsche” aus dem Zyklus “BRUS’s + BLAKE’s JOBs” (Aquarell auf Papier, 2007). Der Zyklus umfasst insgesamt 30 Arbeiten und ist vom Künstler als “unverkäuflich” apostrophiert.

Ebenfalls eine Rarität ist die Farbradierung “Fliegender Kopf” von Franz Ringel aus dem Jahr 2005. Von Markus Prachensky stammt die Serigrafie/Farblithografie auf Papier “Etruria Orizontale” aus dem Portfolio “Etruria”, 1984. Christian Ludwig Attersee ist mit der Farbradierung „Tauteller“ aus der Serie „Taureigen“, Entstehungsjahr 1991, und Heimo Zobernig mit Acryl auf Leinwand, “Ohne Titel”, vertreten. Dazu gesellen sich Werke von Herbert Brandl, Arnulf Rainer oder von Filmemacher, Autor und Maler Edgar Honetschläger. Daniel-Richter-Schüler Julian Oberhofer stellt sich erstmals in den Dienst der guten Sache und steuert „Frau im Stuhl“ (Acryl auf Leinwand, 2017) bei.

Rufpreise schon ab 1 Euro

“Es ist uns bewusst, dass uns die Künstlerinnen und Künstler eine große Ehre und viel Vertrauen erweisen. Nur durch ihre großzügigen Werk-Spenden gelingt es, dass die Auktion als Benefiz für Kinder und Jugendliche auch zum Geheimtipp für kunstsinniges Publikum wird”, erklärt Anna Mustapic stolz.

Was sich wiederum im Erlös für das Projekt dokumentiert. Im Vorjahr wurden mehr als 60.000 Euro eingespielt. “Das hoffen wir natürlich, dieses Jahr zu toppen.” Dennoch muss das Publikum nicht nur aus potenten Sammlerkreisen stammen. “Wir wollen die Auktion für alle Interessierten zugänglich und leistbar machen.” Alex Kiessling hat einen handkolorierten Print, ein Unikat aus 2019 mit dem Titel “S”, gar zum symbolischen Rufpreis von 1 Euro zur Verfügung gestellt.

Kunstfest mit Künstler-Talk und Harri-Stojka-Konzert

Und noch eine Besonderheit hat die Veranstaltung aufzuweisen: Nach der Auktion sind alle Interessierten beim Kunstfest im 1. Stock des Looshauses willkommen. Dort gibt es entspannt Gelegenheit, bei Fingerfood und Getränken von Prosecco über Wein und Bier bis zu Vodka mit den Künstlern persönlich ins Gespräch zu kommen.

Kunst beschränkt sich freilich nicht nur auf Malerei. Und so dürfen sich auch musikalisch kunstsinnige Menschen freuen. Für Live-Musik sorgt virtuos Gitancoeur Harri Stojka im Duo mit Gernot Fischer-Kondratovitch, der für die Auktion ebenfalls ein Werk zu seinem Generalthema “Kommen und Gehen” einbringt. Das Benefizkonzert ist gleichzeitig eine Hommage an den Welttag der Roma. Harri Stojkas Herzensprojekt.

Delta Cultura Kunstauktion
in Kooperation mit dem Dorotheum Wien
Looshaus am Michaelerplatz, Michaelerplatz 3, 1010 Wien
9. April 2019, 19.00 Uhr
Besichtigung ab 17.00 Uhr
Der Eintritt ist frei!

(Red)

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