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Künstlerische Zeitreise: Belvedere macht Boeckl-Atelier zugänglich

Das ehemalige Atelier von Künstler Herbert Boeckl wird nun einmal im Monat geöffnet.
Das ehemalige Atelier von Künstler Herbert Boeckl wird nun einmal im Monat geöffnet. ©APA
Das Belvedere macht nun das Atelier von Herbert Boeckl der Öffentlichkeit zugänglich. Belvedere-Direktorin und Enkelin des Meisters der Moderne, Agnes Husslein-Arco, freut sich darüber besonders.

“Hier könnte man eine ‘La Boheme’ drehen”, beschreibt Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco treffend die Anmutung des Ateliers von Herbert Boeckl, des Meisters der Moderne. Dieses wie aus der Zeit gefallen anmutende Künstlerdomizil wird nun im Originalzustand vom Belvedere der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Atelier von Boeckl öffentlich zugänglich

Die Museumschefin war im Alter von acht Jahren das letzte Mal in dem Atelier ihres Großvaters gewesen. “Als ich es dann nach knapp 50 Jahren wieder gesehen habe, war alles genauso, wie ich es als kleines Mädchen in Erinnerung hatte. Das war einer der überwältigendsten Momente in meinem Leben”, erzählte Husslein-Arco bei einer Presseführung durch die rund 60 Quadratmeter großen Räumlichkeiten.

Von diesen schweift der Blick durch gigantische Fenster vom Kunsthistorischen Museum über den Stephansdom bis zu den Hügeln Niederösterreichs, liegt das Atelier doch beim St.-Elisabeth-Platz in Wien-Wieden. Im Inneren präsentiert sich die Anlage, die aus einem zentralen Malraum und zwei Seitenzimmern besteht, so, wie sie 1964 von Boeckl hinterlassen wurde, als dieser hier seinen Schlaganfall erlitt.

Zeitreise in Herbert Boeckls vier Wänden

Seit 1928 hatte Boeckl, dessen Geburtstag sich am morgigen Dienstag (3. Juni) zum 120. Mal jährt, das Atelier praktisch durchgängig genutzt und ab Anfang der 1950er-Jahre auch hier gewohnt. Seine letzte Lebensgefährtin Marie-Cecilie Boog hat das Atelier nach Boeckls Tod im Jahr 1966 konserviert und den günstigen Mietvertrag nun dem Belvedere vermacht, wobei der kunstaffine Hausbesitzer der Übertragung zugestimmt hat.

Ein Vorhang aus alten Zeitungen verhängt eines der Fenster, die Staffeleien sind noch mit lilafarbenen Tüchern verhängt, Gemälde finden sich ebenso in der Künstlerbleibe wie Papst-Postkarten neben Farbdosen, Virginias neben Dopplern und ungeöffneten Bierflaschen, sowie die Farbflecken am Parkett – und auch dieselben Möbel, die der damalige Rektor der Akademie der bildenden Künste vom Hofmobiliendepot für sein Atelier zur Verfügung gestellt bekam. Diese habe man 45 Jahre später dort wiedergefunden – unberührt, freute sich Husslein-Arco: “Das ist ein kleines Wunder.”

Führungen einmal im Monat vorgesehen

Hinzu kommt die umfassende Korrespondenz, die Boog ebenfalls dem Belvedere überantwortete. “Wir verfügen jetzt über ein wirklich umfassendes Archiv”, so Husslein-Arco enthusiasmiert. Der Öffentlichkeit wird das bemerkenswerte Atelier nun einmal im Monat mittels fixer Führungen offenstehen. Ansonsten können sich Interessenten für eine Öffnung anmelden.

(APA/Red)

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