Kroaten optimistisch gegen "wilde Türken"

Kroatiens Fußballer gehen am Freitag im Wiener Happel-Stadion gegen die "unberechenbaren und wilden" Türken optimistisch ins EM-Viertelfinale.

“Ivica Olic hatte Recht, als er sagte: Je öfter ich sie sehe, desto weniger kenne und verstehe ich sie”, hatte Mittelfeldspieler Ognjen Vukojevic nach dem Abschlusstraining gesagt.

Die Türkei, der WM-Dritte 2002 und EM-Viertelfinalist 2000, sei “wirklich eine unberechenbare, schnelle und wilde Mannschaft”, brachte er die Meinung der kroatischen Spieler und Medien auf den Punkt. Und: “Ich erwarte ein schweres Spiel, aber genauso, dass wir ins Semifinale kommen”.

Vedran Corluka betonte, dass sein Team aufgrund der bisherigen EM-Leistungen mit einem großen Selbstvertrauen ins Spiel gehe. “Die Türken sind stark, sie sind nicht umsonst im Viertelfinale. Aber das meiste wird von uns abhängen, nicht von den Türken”, so der in Bosnien-Herzegowina geborene Verteidiger. Ähnlich äußerte sich der zuletzt angeschlagene Ivan Raktitic, der am Donnerstag einen Fitnesstest bestand: Die Türkei sei ein sehr starkes Team, “aber wenn wir unser Spiel spielen – so wie wir das können -, dann wird es es keine Probleme geben”.

Mittelfeld-Regisseur Luka Modric sieht eine “positive Nervosität”. “Wir alle glauben daran, dass wir ein gutes Resultat erzielen, weil das ist eine Chance für die ganze Generation. Und es wäre schade, diese auszulassen.” Die Türkei sei eine “wilde Mannschaft” mit enormer Laufbereitschaft und Aggressivität. Modric war überzeugt: “Wir haben das qualitativ stärkere Team und wir kommen weiter”.

Auch Darijo Srna ist “voller Selbstvertrauen” und konnte “den großen Tag nicht erwarten”. “Das ist für uns alle das Spiel der Karriere.” Er habe vollen Respekt vor dem türkischen Team. Aber Kroatien habe bei der EM “das wahre Gesicht, Kraft und Charakter” gezeigt und sein Team gehe mit großem Optimismus ins Viertelfinale. “Wir werden alles tun, um alle Kroaten weltweit glücklich zu machen.” Es sei schön, dass ein so kleines Land wie Kroatien im Viertelfinale sei, fügte er hinzu.

Teamchef Slaven Bilic wurde von Journalisten gerade zu diesem Punkt befragt: Wie könne es sein, dass ein Land mit etwa vier Millionen Einwohner sportlich so erfolgreich sei? “Ich kann ihnen den Grund nicht genau sagen. Aber wir sind eine Nation, die verrückt ist nach Fußball und Sport überhaupt. Wir sind sehr talentiert für Sport”. Zudem habe sein Team eine “außerordentlich große nationale Ladung”: “Wir lieben unser Land und wir lieben Gott und kämpfen immer mit besonderen Emotionen für unseren Staat”.

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