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Kritik an Lebensmittelhandel: Preiskämpfe um Billigfleisch

Der Wiener Tierschutzverein kritisiert Rabatte und Billigangebote bei Fleisch.
Der Wiener Tierschutzverein kritisiert Rabatte und Billigangebote bei Fleisch. ©pixabay.com (Themenbild)
Der Lebensmittelhandel möchte auch in Zukunft nicht von Rabatten oder Billigangeboten bei Fleisch Abstand nehmen. Dies allerdings kritisiert der Wiener Tierschutzverein (WTV) und fordert Handlungsbedarf.

Im Ö1 Mittagsjournal am Mittwoch wurde berichtet, dass der Lebensmittelhandel auch in Zukunft Rabatte und Billiangebote bei Fleisch beibehalten möchte. Der Wiener Tierschutzverein (WTV) kritisiert diese Haltung. Sie vertreten die Meinung, dass Billigfleisch der Umwelt schadet und vom Konsumenten nicht genug geschätzt wird.

Ein weiterer Aspekt den Tierschützer anmerken ist, ist die Haltung der Nutztieren, von denen das Fleisch kommt. Eine Vertreterin von Spar dementiert diese Aussagen, da es in jedem Preissegmet hervorragende Qualität, strenge Richtlinien sowie hohe Qualitätsstandards und strenge Kontrollen gebe.

Billigfleisch stammt oft nicht aus Österreich

“Dies entspricht vor allem im Niedrigpreissegment keinesfalls der Realität”, sagt Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins. “Billigfleisch bei Geflügel stammt oft nicht aus Österreich. Importierte Geflügelprodukte unterliegen aber nur den EU-Mindeststandards zur Geflügelhaltung und die sind deutlich niedriger, als es das österreichische Tierschutzgesetz überhaupt zulassen würde”, so die Präsidentin weiter.

Das AMA-Gütesiegel auf Schweine- oder Rindfleisch garantiere allerdings keineswegs eine akzeptable Tierhaltung Beispiele seien hier die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenböden sowie die permanente Anbindehaltung von Rindern. “Beide Tierhaltungsformen sind jedenfalls Tierquälerei”, sagt Petrovic.

Wiener Tierschutzverein kritisiert Rabatte und Billigangebot bei Fleisch

Der Lebensmittelhandel könnte sich vorstellen, eine Einigung bei Geflügel-, Schweine- und Rindfleisch zu treffen und keine Produkte aus tierquälerischen Haltungen mehr anzubieten. “Die allermeisten KonsumentInnen würden eine solche Vorgehensweise für gut befinden, vor allem, wenn sie dann wirklich sichergehen könnten, dass keine Produkte aus tierquälerischen Haltungen mehr in den Regalen liegen. Die Verbannung von Käfigeiern aus dem Handel hat dies schon vor vielen Jahren bewiesen”, so Petrovic abschließend.

(Red)

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