Kritik am AMS wegen Mindestsicherung

Die Armutskonferenz sieht das Arbeitsmarktservice vor der Einführung der Mindestsicherung schlecht vorbereitet. Für die geplanten One-Stop-Shops gebe es zu wenig qualifizierte Beamte für die Betreuung von eingeschränkt arbeitsfähigen Personen, kritisierte Diakonie-Sozialexperte Schenk.

Kritik gab es auch an Wirtschaftsminister Bartenstein, dieser würde sich zu wenig beteiligen. “Bartenstein ist in der Debatte noch kaum ins Bild getreten”, so Michaela Moser von der Armutskonferenz. Noch – also vor der Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung – sei Zeit, sich in die Debatte einzubringen, appelliert man an den Arbeitsmarkt. “Da gibt es viel zu tun.” Unklarheiten müssten geklärt, klare Konzepte erstellt werden.

Für die Armutskonferenz ist vor allem das AMS nicht vorbereitet, um das Prinzip der One-Stop-Shops zu erfüllen. “Vielleicht gibt es Geheimkonzepte, die wir nicht kennen”, so Moser. “Dann muss man aber wirklich schleunigst mit den Vorbereitungen anfangen, denn am 1. Jänner 2009 soll die Mindestsicherung kommen.” Die Hauptsorge Schenks: “Mit welchen Ressourcen, Angeboten und Mitarbeitern wird das AMS dieses Problem bewältigen?”

Die Anforderungen, die sich Stellen, sind für die Armutskonferenz vielschichtig. Es gehe nicht nur um einen bloßen Vollzug und die Vermittlung von Arbeit, wie es derzeit gehandhabt werde. Die Probleme der Kunden seien vielschichtiger, man müsse den Blick für den ganzen Menschen haben. Denn: “Armut beschämt.” So lautet auch der Titel der “7. Österreichischen Armutskonferenz” am 4. und 5. März in Salzburg.

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