Krise gemeistert!

Den heißblütigen Halbitaliener kann der Schauspieler auch privat nicht verleugnen. Aber bevor daheim die Fetzen flogen, besuchte er lieber eine Paartherapie.

Es ist ganz schön was los im Leben von Stefano Bernardin. Fast jeden Abend steht er auf der Bühne. Zuletzt in Hubsi Kramars Gesellschaftskomödie “Ein idealer Gatte” im Wiener 3raum-Theater. Demnächst gibt er im Metropol in der Gangsterkomödie “Ti Amo” einen mit allen Wassern gewaschenen Mafiaboss. Und ab 19. Oktober tritt er im Kabarett Simpl auf ? im Boulevardstück “Boeing Boeing”.

Der Gehetzte hat eine Hetz

Doch auch in seinem Privatleben gibt es immer wieder ordentliche Turbulenzen, nur ist das halt nicht ganz so lustig wie im Theater. Das ergibt sich erstens aus seinem heißblütigen Naturell. Und zweitens aus einer recht anstrengenden Familienkonstellation. Mit seinen 32 Jahren ist Bernardin immerhin schon dreifacher Papa: Sohn Lorenzo, heute fast vier Jahre alt, stammt aus einer verflossenen Beziehung mit einer Brasilianerin. Seit dreieinhalb Jahren lebt er mit Freundin Michaela, einer Kostümbildnerin, zusammen. Mit ihr hat er die Zwillinge Samuel und Nilo, zwei Jahre jung.

Nicht weiter verwunderlich also, dass der Schauspieler etwas abgehetzt wirkt, als wir ihn zum Kaffee treffen. “Ich hab grad die Zwillinge in den Kindergarten gebracht. Jetzt geht?s weiter zu Terminen, dann hab ich Proben und am Abend Vorstellung.” Ein Glück, meint er, dass sich Michaela als Vollzeit-Mama um die Kinder kümmert, wenn er Theater spielt. Nein, leicht waren die vergangenen Jahre bestimmt nicht. Aber an den immer wieder in der Society kolportierten Trennungsgerüchten ist auch nichts dran. “Michi und ich haben eine tolle Beziehung. Wir hatten viele Krisen, das gebe ich zu. Aber die haben wir Gott sei Dank überwunden”, sagt er.

“Wir sind beide Sturschädel

Die Sache ist nämlich die: Die beiden haben rechtzeitig die Reißleine gezogen. Weil daheim immer wieder die Fetzen flogen und ein Wortgefecht das andere jagte, beschloss das Paar, sich professionelle Hilfe von außen zu holen, bevor Schlimmeres passieren konnte. “Wir gingen zur Paartherapie. Da sagt man dann die Dinge, die man ansonsten dem anderen fluchend an den Kopf werfen würde, auf rationale Art und Weise”, erklärt Stefano Bernardin.

Dabei macht er keinen Hehl daraus, dass er daheim derjenige war, der mitunter einmal lauter wurde. “Sturschädel sind wir aber alle zwei”, lacht er, “jeder von uns beiden braucht ganz viel Freiheit.” In der Praxis heißt das: Einer von beiden bleibt bei den Zwillingen, der andere darf ausgehen.

Da kann es dann schon mal vier Uhr früh werden. “Wir sind beide ordentliche Partytiger”, gesteht der Halbitaliener. Aber: “Alles kein Problem! Wir vertrauen einander voll. Da sind wir ganz locker!” Wobei schon bald in Sachen Patchwork die nächste Herausforderung ansteht: Bernardins Sohn Lorenzo lebte in den vergangenen Jahren bei seiner Mutter in Brasilien. Demnächst kehren die beiden zurück nach Wien. Dann gilt es, nicht nur zwei kleine Kinder mit der Karriere zu vereinbaren, sondern gleich drei. Stefano Bernardin nimmt?s aber mit Humor: “Ohne Kinder, Liebe, Streit und allem anderen wäre das Leben doch unendlich fad!”

(seitenblicke.at/Foto: J. Schöndorfer/T. Bauer)

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