Krise bedroht die kleinen Independent-Filmemacher

Filmstreifen
Filmstreifen ©Bilderbox
Filmemachern, die sich vorwiegend auf kleinere Independent- und Kunstfilmproduktionen spezialisiert haben, weht in Hollywood ein zunehmend schärferer Wind entgegen. In der wirtschaftlichen Flaute haben alternative Filmprojekte eine sehr geringe Chance, überhaupt einen Vertriebspartner zu finden.

Dies führt dazu, dass viele an sich sehenswerte Streifen den Sprung auf die Kinoleinwand entweder gar nicht mehr schaffen oder auf diesem Weg nur ein sehr eingeschränktes Publikum erreichen können.

Blockbuster statt Arthouse

   “Die Lage für kleine Filmemacher in den USA ist inzwischen extrem schwierig geworden. Dadurch, dass die Verleiher zunehmend vor dem Risiko zurückscheuen, eine Independent-Produktion in ihr Repertoire aufzunehmen und sich fast ausschließlich nur noch auf Hollywood-Blockbuster konzentrieren, haben sie keine Leinwände mehr zur Verfügung, um ihre Werke einem breiteren Publikum präsentieren zu können”, stellt Hannes Brühwiler, Leiter des “Unknown Pleasures – American Independent Film Fest Babylon” fest.

In der Not werden die Betroffenen erfinderisch: Eine Reihe von Independent-Filmern nutzen das Internet für eine Selbstvermarktung. Das Web bietet hier über den Weg des Video-on-Demand, um einen Film direkt an das interessierte Publikum zu vertreiben.

Die Schattenseite der Entwicklung: Erstens ein verstärkter Konkurrenzkampf unter den kleinen Filmemachern und zweitens der Ausfall dieser Filmsparte in der Wahrnehmung der nicht spezialisierten Filmfreunde auf dem “Massenmarkt”. Unabhängige Filme werden zu einem Luxusprodukt für wenige gut informierte Spezialisten.

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