Kriminalprävention für Frauen

Die Wiener ÖVP hat am Montag eine spezielle kommunale Kriminalprävention verlangt, die vor allem auf die Bedürfnisse von Frauen eingeht.

Denn es gebe in Wien Missstände, die vor allem Frauen und Mütter betreffen. Kritisiert wurde unter anderem eine steigende Verschmutzung im öffentlichen Raum, Vandalismus bzw. die „Verwahrlosung“ von Stadtteilen. Die Volkspartei bekräftigte in einer Pressekonferenz ihre Forderung nach einer Stadtwache.

„Die Stadt Wien könnte viel dazu beitragen, die Sicherheit in Wien zu erhöhen und das Unsicherheitsgefühl zu senken“, betonte die Frauensprecherin der Wiener Volkspartei, Barbara Feldmann. Vor allem Frauen und Mütter mit ihren Kindern, die sich nach Ansicht von Feldmann weit mehr im öffentlichen Raum aufhalten als die männliche Bevölkerung, würden sich „zunehmend unsicher“ fühlen.

Problematisch sind demnach auch die mangelnde Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln, Betrunkene und Randalierer auf Plätzen bzw. in Parks, Graffitischmierereien oder freilaufende Hunde ohne Beißkorb. Tote Auslagen würden zudem ganzen Straßenzügen ein verwahrlostes Aussehen geben.

Die VP-Politikerin präsentierte deshalb gemeinsam mit VP-Sicherheitssprecher Wolfgang Ulm eine Frauensicherheitscharta. In dieser wird gefordert, eine Stadtwache mit rund 3.000 Personen zu schaffen. Diese solle Aufgaben übernehmen, die jetzt noch von der Bundespolizei exekutiert würden. Sie würde laut ÖVP ein Verbindungsglied zwischen Polizei, Streetworkern und Sozialarbeitern darstellen.

Auch eine Analyse von „Angsträumen“ sowie ein Konzept für deren Beseitigung wurde verlangt. So sollten etwa Auslagen leer stehender Geschäfte beleuchtet werden, hieß es.

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