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Krenn: Keine Beweise für Homosexualität

Bischof Kurt Krenn kommt wegen der Geschehnisse im St. Pöltener Priesterseminar immer mehr unter Druck, sieht selbst aber weiterhin „keinerlei Beweis“ für Homosexualität.

Auch ein Foto, das den zurückgetretenen Subregens beim Kuss mit einem Priesterschüler zeigt, ist für ihn kein Beleg. Von einem Zungenkuss könne nämlich keine Rede sein.

„Es war eine Weihnachtsfeier und am Schluss haben sie sich den Weihnachtskuss gegeben. Das hat überhaupt nichts mit Homosexualität zu tun.“ Außerdem wäre auch für einen Zungenkuss keine Kirchenstrafe vorgesehen, so Krenn in der ORF-Sendung „Kreuz und Quer“.

Krenn übernimmt aber Verantwortung für die Geschehnisse im Priesterseminar seiner Diözese. Gleichzeitig betonte der Bischof: „Ich hatte mit diesen Dingen, obwohl sie natürlich in meine Zuständigkeit fallen, überhaupt nichts zu tun.“ Im Übrigen hält Krenn die ganze Causa ohnehin für „ein bisschen Übertreibung und Mache“. Dass das St. Pöltner Seminar nicht am gemeinsamen Vorbereitungsjahr (Propädeutikum) für österreichischen Priesterseminaristen teilnimmt, ist laut Krenn auf Betreiben der Seminarleitung geschehen. „Ich hab’s nicht verlangt.“

Indes wächst die Kritik an Krenn, immer mehr Bischöfe verlangten am Dienstag Konsequenzen, darunter der Feldkircher Bischof Küng und der steirische Bischof Kapellari. Der Sprecher des Vorsitzenden der Bischofskonferenz Kardinal Schönborn, Erich Leitenberger, erklärte im „Münchner Merkur“ es bestehe „größter Handlungsbedarf“. Der katholische Publizist und frühere Vorsitzende der Plattform „Wir sind Kirche“, Hubert Feichtlbauer, sprach in der „ZiB 2“ von einem „Skandal der Heuchelei“

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