Krawalle zum 1. Mai in Deutschland und Istanbul

Auch in Hamburg kam es zu Ausschreitungen
Auch in Hamburg kam es zu Ausschreitungen ©APA (epa)
Hunderte Demonstranten haben sich in der Innenstadt von Istanbul am Freitag bei einer Kundgebung zum 1. Mai Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. In Österreich kam es nur in Linz zu einer Schrecksekunde.

Die türkischen Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer ein, um zu verhindern, dass die Demonstranten auf den zentralen Taksim-Platz gelangen. Auch in Deutschland war es bereits am Vorabend des 1. Mai in Berlin und Hamburg zu Krawallen gekommen.

In Istanbul wurden mehrere Menschen festgenommen, Angaben zur Zahl der Festnahmen machten die Behörden zunächst nicht. Zu der Kundgebung im Stadtteil Sisli hatten unter anderen die beiden großen Arbeitnehmervertretungen des Landes, DISK und KESK, aufgerufen. Tausende Menschen waren den Aufrufen gefolgt. Die Behörden hatten auf dem Taksim-Platz nur eine kleine Gedenkveranstaltung erlaubt.

Während einer Mai-Kundgebung im Jahr 1977 waren dort Schüsse gefallen, fast 40 Menschen kamen ums Leben; die meisten wurden zu Tode getrampelt. Schon in den vergangenen Jahren war es bei Kundgebungen am 1. Mai in Istanbul zu ähnlichen Konfrontationen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen.

In Berlin hatten bereits am Donnerstagabend teilweise schwarz gekleidete Randalierer mit Steinen und Flaschen um sich geworfen. Beamte stoppten den spontanen Aufzug linksautonomer Demonstranten und riegelten die Umgebung mit Mannschaftswagen ab. Dennoch sprach die Berliner Polizei von einer weitgehend friedlichen Walpurgisnacht. In früheren Jahren sei die Gewalt weit größer gewesen, sagte ein Sprecher. 29 Polizisten wurden zumeist leicht verletzt. Bei Krawallen im Hamburger Schanzenviertel wurden drei Beamte verletzt.

Die Berliner Polizei bot in diesem Jahr allein in der Nacht auf den 1. Mai rund 2.000 Einsatzkräfte auf. Auch in den Vorjahren war es wiederholt zu Krawallen gekommen.

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