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Krawalle überschatteten Türkei-Kroatien in Wien

©&copy APA
Laut Polizei gab es zwölf Festnahmen. Brennpunkt der Krawalle waren die Ottakringer Straße sowie die Märzstraße in Rudolfsheim.Krawalle in Wien Ottakring:   Bilder der aufgeheizten Lage 

Polizeisprecher Christian Stella: “Es war auch für die Wiener Polizei gestern ein Einsatzmarathon. Es war der höchste Personalstand bisher.” Es gab zwei Leichtverletzte, betroffen waren ein Polizist und ein Passant.

Die dramatische Schlussphase des Viertelfinalspiels, bei der sich die Kroaten kurzfristig als Sieger wähnten, dann aber doch – nach Verlängerung und Elfmeterschießen – als Verlierer vom Platz gehen mussten, brachte bei den Fans das Fass zum Überlaufen. Unmittelbar nach dem letzten Strafstoß versuchten kroatische Anhänger von der Ottakringer Straße zum Yppenmarkt zu gelangen, wo bereits die Siegesfeiern der Türken im Gange waren. Doch die Polizei riegelte die Gassen ab – was folgte, waren zahlreiche Glasflaschen und pyrotechnische Gegenstände, die auf die Beamten geworfen wurden.

Als bei der Kreuzung Ottakringer Straße-Veronikagasse die Polizei knapp ein Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fangruppen verhinderte, wurden auch von türkischer Seite Pflastersteine gegen Kroaten und Exekutive geschleudert. Die Kroaten antworteten mit Flaschenwürfen – auch gegen Türken, die aus den Fenstern ihrer Wohnungen Fahnen schwenkten. Bei einem Friseurgeschäft wurde ein türkischer Fan von einem Wurfgeschoß getroffen und verletzt.

Die Sicherheitskräfte versuchten durch Abriegelungen, Einkesselungen und punktuelle Festnahmen die Lage in den Griff zu bekommen. Erst nach knapp drei Stunden entspannte sich die Situation allmählich. Die Ausschreitungen waren offenbar von einer Minderheit angezettelt worden, die laut kroatischen Anrainern nicht aus Wien stammen. Einige Fans versuchten auch immer wieder beruhigend auf ihre aggressiven Landsleute einzuwirken. Viele in der Bundeshauptstadt ansässige Kroaten äußerten lautstark ihren Unmut und applaudierten, als die Randalierer abgeführt wurden.

Stella betonte, dass es sich um keine szenetypischen Ausschreitungen handelte: “Hooliganismus – das war es nicht. Ich vergleiche das immer ein bisschen mit einem Bierzelt.” Kritik, dass angesichts der geringen Zahl an Festnahmen zu viele Gewalttäter laufen gelassen worden sein könnten, ließ der Polizeisprecher nicht gelten: “Der Maßstab ist nicht die Anzahl der Festnahmen, sondern die Anzahl der Anzeigen.”

Dass es auch zu verbotsgesetzwidrigen Kundgebungen kam, bestritt Stella: “Hätte es das gegeben, wären wir sicher eingeschritten.” Redakteure mehrerer österreichischer Medien hatten kroatische Fans beobachtet, die mehrfach “Sieg heil” skandierten und den Hitlergruß zeigten.


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