"Kottan"-Filmpremiere im Gartenbaukino

Kottan hat nach 26 Jahren wieder einen neuen Fall. Am Mittwoch gab es bei der Filmpremiere ein mediales Großaufgebot und Starauflauf im Wiener Gartenbaukino des Kinofilms zur Kultserie "Kottan ermittelt - Rien ne va plus".
Kottan ermittelt - die Premiere

 Major Kottan hat nach 26 Jahren wieder einen neuen Fall. Bei der Premiere des Kinofilms zur Kultserie “Kottan ermittelt – Rien ne va plus” im Wiener Gartenbaukino bedeutete das gestern, Mittwoch, einen medialen Großeinsatz. Ein Dutzend Kamerateams war gekommen, um des heimischen Staraufgebots zu harren. Ganz stilecht fuhren die wichtigsten Akteure in einem ausgedienten Polizei-Einsatzwagen vor. Neben den erwarteten Filmschaffenden war dabei auch die Exekutive durch den Wiener Landespolizeikommandant Karl Mahrer prominent und mitwirkend vertreten.

Hauptdarsteller Lukas Resetarits musste gestern dann nicht nur auf der Leinwand seinem Chef dienen. “Kottan, ich komm nicht raus”, klagte Udo Samel, der neue “Polizeipräsident” Heribert Pilch, gleich nach dem leicht verspäteten Eintreffen aus dem Kastenwagen. Aber Stress war Resetarits ohnehin noch von den Dreharbeiten gewohnt, denn er empfand “den Arbeitsdruck als viel höher als früher”. Trost und Rat hätte bei Bedarf der einstige Ostbahn-Kurti, Willi Resetarits, spenden können, der seinen Bruder zum Kottan-Comeback begleitete.

Sich mit den Filmnamen anzusprechen war im übrigen durchaus korrekt, denn einige Darsteller waren mit ihren Originalkostümen erschienen. “Schremser” Johannes Krisch hinkte gekonnt mit Krücke an den Wartenden vorbei, der im Film schießwütige Neo-“Schrammel” Robert Stadlober hatte gar seinen Revolver dabei. Stadlober sah seine Aufgabe im Kino-“Kottan” darin, ein “bisschen von dem Sternenstaub des Herrn Tichy (Original-“Schrammel”, Anm.) auf meinen Trenchcoat drauf fallen zu lassen.”

Als eine Nebendarstellerin von damals ist Chris Lohner im Film wieder dabei. “Es ist wunderschön, weil ich bin ja an sich verliebt in ihn”, beschreibt sie das Gefühl, wieder in Kottans Nähe zu sein. So dachten wohl viele, denn die Premierenvorstellung von “Kottan ermittelt – Rien ne va plus” war derart begehrt, dass man neben dem Gartenbaukino zwei weitere Aufführungsorte wählte, um des Andrangs halbwegs Herr zu werden.

Der bekennende “Kottan”-Fan Mahrer erwies sich im Gartenbaukino kurz vor Vorstellungsbeginn dann keineswegs als passiver Gast. Er ließ es sich nicht nehmen, aus den vom ORF protokollierten Beschwerden zu lesen, welche die TV-Folgen damals in den 70er-Jahren ausgelöst hatten – pikanterweise war auch die Polizeigewerkschaft kontra Kottan. “Ich war damals ein junger Polizist”, erinnerte sich Mahrer im Gespräch mit der APA. “Die Aufregung war ganz groß und der Ärger war ganz groß, aber die Polizei war damals auch ganz anders aufgestellt als heute.” “Mit dem Mut zur Selbstironie” sieht er die Exekutive heute ausgestattet.

Zu einer Premiere gehört dann natürlich eine Feier – und die fand nach der Vorstellung des Films in der Rossauerkaserne statt. Dort wartete ein Auftritt von der aus der TV-Serie bekannten Kottan’s Kapelle, die bei “Kottan ermittelt – Rien ne va plus” ebenfalls wieder für die Musik sorgt. Morgen, am 3. Dezember, startet der Film dann in den heimischen Kinos.

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