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Kostunica: Berater mit Mafiakontakten

Der frühere Staatspräsident Vojislav Kostunica behauptet, von den angeblichen Kontakten seines einstigen Beraters Rade Bulatovic mit der Zemun-Mafia nichts gewusst zu haben.


Er habe keine Erkenntnisse darüber, sagte Kostunica gegenüber der Tageszeitung „Blic“ am Mittwoch. Die Polizei hatte am Dienstagabend Bulatovic sowie den einstigen Chef des Militärsicherheitsdienstes, Aca Tomic, festgenommen. Die Unterweltgruppe aus dem Belgrader Vorort Zemun wird der Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic verdächtigt. Bulatovic und Tomic sollen nach Polizeierkenntnissen in den Tagen vor dem Djindjic-Mord Kontakte zu den Mafiosi unterhalten haben.

Kostunica sagte auch, dass er keinen Grund für seine eventuelle Einvernahme durch die Polizei sehe, nachdem sich in der Öffentlichkeit Vorwürfe wegen seiner politischen Verantwortung für den Tod von Djindjic gemehrt hatten. „Ich sehe keinen Grund dafür, es sei denn, man will die Situation weiter zuspitzen und den Ausnahmezustand verlängern“, sagte Kostunica. Er habe auch keine Informationen darüber, dass jemand aus seiner Demokratischen Partei Serbiens versucht habe, Kontakte zum Zemun-Clan aufzunehmen. Kostunica galt als schärfster innenpolitischer Konkurrent von Djindjic

Der serbische Vizeministerpräsident Nebojsa Covic erklärte unterdessen, dass der serbische Ultranationalistenführer Vojislav Seselj bei einem Abschiedsessen vor seiner Abreise nach Den Haag, wo er sich am 24. Februar dem UNO-Kriegsverbrechertribunal gestellt hatte, die Ermordung von Djindjic, Covic und Bildungsminister Gasa Knezevic angeordnet habe. Er präzisierte gegenüber dem TV-Sender BK allerdings nicht, an wen Seselj den Auftrag erteilt hatte.

Der Führer der Serbischen Radikalen Partei hatte vor der Abreise nach Den Haag ein „blutiges“ Frühjahr in Serbien angekündet. Seselj ist vor dem UNO-Tribunal der Kriegsverbrechen in Kroatien, Bosnien und der Vojvodina angeklagt worden.

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