Kosovo: Hindernisse für Rückkehr

Rund 50.000 serbische Flüchtlingsfamilien haben noch Eigentum im Kosovo. Dies erklärte der Berater des UNO-Missionschefs im Kosovo, Nenad Radosavljevic, gegenüber der Presseagentur Tanjug.

Seinen Angaben nach sei im Kosovo keine Sicherheit gegeben und somit auch nicht die Voraussetzung für eine Rückkehr der Kosovo-Flüchtlinge.

Radosavljevic, selbst Kosovo-Serbe, nannte weitere drei Haupthindernisse, die die Rückkehr von Flüchtlingen unmöglich machten. Eines davon seien die Kosovo-Albaner, die nach 1999 in die Wohnungen von Serben eingezogen seien. Ferner zählte er kosovo-albanische Politiker dazu, die bei der Wahl auch mit den Stimmen dieser Bevölkerungsgruppe rechneten, sowie einzelne Angehörige der UNO-Mission, die Angst vor albanischen Extremisten hätten.

Nach Angaben von Radosavljevic lebt etwa eine halbe Million Kosovo-Albaner in Wohnungen und Häusern, die eigentlich Serben gehörten. Er präzisierte allerdings nicht, woher die Daten stammen. Die Zahl der Kosovo-Flüchtlinge in Serbien und Montenegro wird von offiziellen Stellen mit 250.000 angegeben.

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