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Korruptionsvorwurf gegen Wiener Beamte: Peschorn will prüfen

Wolfgang Peschorn will die Vorwürfe prüfen lassen.
Wolfgang Peschorn will die Vorwürfe prüfen lassen. ©APA/SEBASTIAN CERMAK
Zwei ranghohe Wiener Beamte sollen den Stadterweiterungsfonds um 1,1 Millionen Euro geschadet haben. Innenminister Peschorn will die Vorwürfe nun durch eine Kommission prüfen lassen

In der Causa Stadterweiterungsfonds hat Innenminister Wolfgang Peschorn eine Prüfung der Vorwürfe gegen zwei ranghohe Beamte seines Ressorts durch die Disziplinarkommission angekündigt. Man werde "zeitnah" das Prozedere starten, das im Beamtendienstrecht vorgesehen ist, sagte Peschorn am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal".

Die Disziplinarkommission könne dann selbst Erhebungen durchführen oder andere damit beauftragen. Jedenfalls müsse sie in einem "fairen Verfahren entscheiden, wie mit den Vorwürfen disziplinar- und dienstrechtlich umgegangen wird", so Peschorn. Unter anderem sehe die gesetzliche Möglichkeit eine vorläufige Suspendierung vor.

Bis dato keine Suspendierung

Ihm sei wichtig, dass es ein "faires und rechtsrichtiges" Verfahren gebe. Daher habe er selbst bis dato keine Suspendierung ausgesprochen. Zudem seien die Vorwürfe seit sechs Jahren bekannt. Seiner Einschätzung nach bewege man sich dabei auf "sehr dünnem Eis".

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hatte gegen die beiden Beamten Anklage wegen des Vorwurfs der Untreue erhoben. Die beiden sollen den Wiener Stadterweiterungsfonds um 1,1 Mio. Euro bewusst geschädigt haben, indem sie aus öffentlichem Vermögen Spenden an ihnen nahestehende Organisationen verteilt haben. Die beiden Beamten haben Einspruch erhoben. Peschorn habe die Anklageschrift gegen die beiden Beamten gestern, Montag, erhalten. Danach habe er tätig werden können.

(APA/red)

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