Kopf sieht möglichen "Gamechanger für die Klimawende"

Karlheinz Kopf hat sich zu Wasserstoff geäußert.
Karlheinz Kopf hat sich zu Wasserstoff geäußert. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
In der Rolle des Speichers für erneuebare Energien "kann Wasserstoff zum echten Gamechanger für die Klimawende werden", meint WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf.

Dafür dürfe es aber vor allem in der Anfangsphase möglichst wenige einschränkende Rahmenbedingungen für die Herstellung von Wasserstoff aus Grünstrom geben und ohne Förderungen werde es auch nicht gehen, sagt Kopf und verweist auf eine Analyse des Energieinstituts der Wirtschaft (EIW).

Broschüre über Arten von Wasserstofferzeugung

Eine vom EIW erstellte Broschüre erklärt, welche Arten der Wasserstoffherstellung möglich und welche Technologien dafür notwendig sind. "Dabei sollte man sich von den Anfangskosten für die Implementierung dieser Technologie nicht abschrecken lassen", meint Kopf laut Mitteilung, "auch davon nicht, dass Wasserstoff erst Hand in Hand mit dem Ausbau der Ökostromerzeugung klimaneutral wird."

Förderungen seien in der Anfangsphase unverzichtbar, "wie auch bei Windkraft und Solarstrom muss durch den anfangs gestützten Ausbau die Kostensenkung beschleunigt werden. Vorgaben, wo Wasserstoff verwendet werden darf und wo nicht, bremsen die Marktfähigkeit der Technologie", argumentiert die Wirtschaftskammer. Rechtliche Hürden müssten abgebaut werden. "Es ist unsinnig, dass Wasserstoff nur dort produziert werden darf, wo zusätzliche Ökostromproduktionen entstehen", meint Kopf zu entsprechenden Überlegungen in Österreich und auf EU-Ebene. Damit wäre der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur aufgrund langer Genehmigungsverfahren und teilweise fehlender Erneuerbaren-Ausbaupotenziale erheblich erschwert.

Firmen mit Bezug zu Wasserstoff

Laut Industriewissenschaftlichem Institut (IWI) gibt es in Österreich bereits 180 Unternehmen mit insgesamt rund 2.000 Arbeitsplätzen, die sich mit Erzeugung, Distribution und Anwendungen von Wasserstoff in den Bereichen Industrie, Mobilität oder Energie- und Wärmeversorgung beschäftigen. Das Potenzial sei ein Vielfaches davon.

(APA/Red)

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