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Konzert-Gala und neuer Filmmusikpreis in Wien

© www.hollywood-in-vienna.com
Die Sofa Surfers für Wolfgang Murnbergers "Der Knochenmann", Naked Lunch für Thomas Woschitz' "Universalove", Olga Neuwirth für Michael Glawoggers "Das Vaterspiel": Die moderne Filmmusik erlebt in Österreich derzeit einen großen Aufschwung.

Dass in diesem Zuge auch nicht auf die symphonische Filmmusik vergessen wird, deren Wiege mit Max Steiner und Erich Wolfgang Korngold in Wien zu verorten ist, ist das Anliegen der Veranstaltung “Hollywood Meets Vienna”. Im Oktober soll mit einer Filmmusik-Gala, einem Symposium sowie dem neuen Wiener Filmmusikpreis daran erinnert und gleichzeitig “die musikalische Achse Wien – Hollywood” gestärkt werden, hieß es heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Wien.

“Die Filmmusik kommt aus Wien”, behauptete die Veranstalterin Sandra Tomek selbstbewusst und verwies auf den 1888 in Wien geborenen Max Steiner, der in Hollywood rund 300 Scores komponierte und mit der Filmmusik zu Klassikern wie “King Kong”, “Casablanca” und “Vom Winde verweht” weltberühmt wurde. Mit Steiner werde daher am 14. Oktober die Gala “Hollywood in Vienna” im Wiener Konzerthaus eröffnet, weiter gehe es u.a. mit Ennio Morricone, John Williams und John Barry, der in diesem Rahmen mit dem Max Steiner Life Achievement Award geehrt werde. Erwarten dürfe man “rote Teppiche, Palmen und Leinwände”, erklärte Tomek, “weil Hollywood einfach zieht.” Dirigieren wird wie schon bei der ersten Ausgabe 2007 John Mauceri.

Wenige Tage vor der Gala wird in Kooperation mit dem Filmfonds Wien am 9. und 10. Oktober ein internationales Filmmusiksymposium abgehalten. “Musik als integrativer Bestandteil des Films – das wird von vielen Filmemachern nicht richtig wahrgenommen”, so Filmfonds-Chef Peter Zawrel. Bei einem ähnlichen Symposium 2004 in Graz habe man bereits ein enormes Ausbildungsdefizit festgestellt. Komponist Christian Kolonovits schlug in dieselbe Kerbe, ortete aber auch Strukturdefizite: Erstens gebe es in Wien kein Studio, in dem man symphonische Filmmusik aufnehmen könne, zweitens seien auch die Orchester zu teuer, so dass man sich diese ohnehin nicht leisten könne.

Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) zeigte sich diesbezüglich gesprächsbereit, gab den Ball aber auch zurück: Den Wunsch nach einem eigenen Filmmusik-Studio habe vorher noch nie jemand an ihn herangetragen, und “am Ende des Tages” müsse ein solches Studio natürlich auch ein Wirtschaftsfaktor sein. Dass aber etwas in Bewegung komme, zeige auch der neu ins Leben gerufene und mit 7.000 Euro dotierte Wiener Filmmusikpreis. Regisseur Robert Dornhelm stellt dafür zwei vierminütige Filmsequenzen aus seiner TV-Produktion “Krieg und Frieden” zur Vertonung zur Verfügung. Und erinnerte im Zuge dessen an einen großen Filmmusikkomponisten, von dem man sich vor zwei Tagen verabschieden musste – Maurice Jarre.

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