Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

"KONSUM-Ente": Das sind die ärgerlichsten Produkte des Jahres 2019

Kelly’s "Classic salted Chips" erhielten den Negativ-Preis "KONSUM-Ente" des Jahres 2019
Kelly’s "Classic salted Chips" erhielten den Negativ-Preis "KONSUM-Ente" des Jahres 2019 ©Pixabay (Sujet)
Niemand lässt sich gerne "pflanzen" - schon gar nicht beim täglichen Lebensmittel-Einkauf. Der VKI hat erneut den Negativpreis "KONSUM-Ente" für das ärgerlichste Produkt des Jahres vergeben - und ein Negativ-Ranking erstellt.


Mogelpackungen, irreführende Preise, versteckter Zucker und falsche Inhaltsstoffe - die Österreicher haben es nicht gerne, wenn sie beim Einkauf "gepflanzt" werden. 5.300 Leser des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" haben die dreistesten Schmähs der Hersteller gewählt, die Konsumenten in die Irre führen. Am häufigsten wurden Tricksereien an der Verpackung kritisiert.

VKI-Erhebung: Am meisten Ärger über Mogelpackungen

Die Wahl der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres führt der VKI zwar bereits seit einigen Jahren durch, ab jetzt wird nun im Rahmen dieser Wahl auch der Negativpreis "KONSUM-Ente" für das erstgereihte Produkt vergeben. Über die Namensgebung des Preises haben die Leserinnen und Leser des Testmagazins KONSUMENT in einer Umfrage entschieden. "Die KONSUM-Ente soll künftig als klares Sinnbild für die Kritik der Konsumentinnen und Konsumenten an potenziell irreführenden Lebensmitteln dienen", so Siegenthaler abschließend.

Negativpreis "KONSUM-Ente" geht an "Kelly’s Classic salted Chips"

Die Verbraucher konnten das ganze Jahr über Beanstandungen melden. 2019 waren es 450 Beschwerden. Aus diesen wurden 13 Produkte für den unehrenhaften Preis, die "Konsum-Ente", ausgewählt. Mogelpackungen gaben 2019 am meisten Anlass zur Kritik.

Die 5 ärgerlichsten Lebensmittel 2019 im Überblick

Platz 1 (KONSUM-Ente): Kelly’s Classic salted Chips

So war es auch bei "Kelly's" Chips. Früher enthielt die Packung 175 Gramm Rohscheiben um 1,99 Euro. Jetzt sind für den gleichen Kaufpreis nur noch 150 Gramm zu bekommen. Laut "Konsument" ist das mit freiem Auge kaum ersichtlich, nur im Vergleich kann der Kunde erkennen, dass die Packung schmäler geworden ist. Der Hersteller erklärt den Preisanstieg mit Ernteausfällen bei Erdäpfeln, deshalb hat es das Produkt bei der Wahl auf Platz 1 des Rankings geschafft. Darüber hinaus bot er folgendes Argument: "Wir wollten es den Konsumenten ermöglichen, eine Packung Chips mit nur einer Münze zu kaufen."

Platz 2 - Brunch Kürbiskern-Pesto
Auf Platz zwei landete das Kürbiskern-Pesto von "Brunch". In dem Produkt ist viel enthalten: Laut Kleingedrucktem auf dem Becher besteht der Brotaufstrich vor allem aus Magermilchjoghurt, Kokosfett und Palmöl. Des Weiteren sind Basilikum, Paprika, Aubergine, Zucchini, Speisesalz und Milcheiweiß enthalten. Erst an zehnter Stelle folgt jener Inhalt, der dem Produkt eigentlich den Namen gegeben hat: die Kürbiskerne. Diese machen gerade einmal ein Prozent Anteil aus.

Platz 3 - Spar Natur pur Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel
Aufs Bronze-Stockerl schaffte es das Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel von "Spar Natur pur". Zwei namensgebende Inhaltsstoffe sind hier nur in überschaubarer Menge enthalten: Mandeln (5%) und Amaranth (3%). Beanstandet wurde, dass das Müsli zu großen Teilen aus Zucker bestehe - um genau zu sein, sind es 14 von 100 Gramm. Auch der eher große Verpackungskarton wäre überhaupt nicht notwendig, weil das Müsli darin laut "Konsument" gar nicht so viel Platz benötigt. Verbraucher würden sich angesichts dieser Dimension mehr erwarten, so das Magazin.

Platz 4 - Blaschke Kokoskuppeln

Verärgert waren Konsumenten auch oft über die Inhaltsstoffe so mancher Erzeugnisse. Bei diesem Produkt geriet die Bewerbung mit "Das Original. Seit 1921" zum Aufreger. Laut Inhaltstoffliste werden die Kokoskuppeln unter anderem mit Palmöl, Glukosesirup und Aroma erzeugt - allesamt Zutaten, die es vor hundert Jahren kaum gegeben haben dürfte.

Platz 5 - Knorr Mediterrane Gemüsepasta

Diese Würzbasis enthält der Verpackung zufolge "100% natürliche Zutaten". Darauf abgebildet sind Zutaten wie Tomaten, Knoblauch, Pfeffer und Thymian. Nicht zu sehen ist dagegen jene Zutat, die gleich nach den Tomaten am häufigsten enthalten ist: Zucker. Gemäß Nährwerttabelle enthält eine Portion sogar 13 Gramm Zucker - und damit ein Viertel der Zuckermenge, die ein Erwachsener am Tag maximal zu sich nehmen sollte.

Der Dinkel-Toast von "Ölz" versteckte in seiner Zutatenliste den Weizensauerteig unter dem Kleingedruckten. Für Allergiker kann das gefährlich werden.

Die ärgerlichsten Lebensmittel werden ab dem 27. Februar ausführlich in der Ausgabe des März-KONSUMENT sowie auf der Konsument-Website vorgestellt.

Produzenten sollen in die Pflicht genommen werden

Das Projekt Lebensmittel-Check wurde 2010 gemeinsam mit dem Ministerium für Konsumentenschutz als Informations- und Meldeplattform ins Leben gerufen. Konsumentinnen und Konsumenten wird hier die Möglichkeit geboten, potenziell irreführende Lebensmittel zu melden. Der VKI prüft die Beschwerden, holt bei Unternehmen gegebenenfalls eine Stellungnahme ein und veröffentlicht den Sachverhalt auf dieser Website.

"Die Veröffentlichung auf dieser Plattform soll nicht nur als Beitrag zur Verbraucherbildung dienen, sondern auch als Anreiz für die betroffenen Unternehmen, ihre Produkte bzw. deren Verpackungen konsumentenfreundlicher zu gestalten", erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. "Unsere Plattform dient aber nicht nur als ,Pranger‘: Wenn Unternehmen auf die Kritik reagieren und Maßnahmen zur Verbesserung setzen, dann berichten wir ebenfalls darüber."

So kommt das Ranking zustande

Seit Bestehen des Projektes gab es gesamt rund 1.000 Veröffentlichungen auf lebensmittel-check.at, davon 100 Meldungen im vergangenen Jahr, aus denen nun die ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres 2019 gewählt wurden. "Sowohl für 2019 als auch in der Gesamt-Rückschau zeigt sich, dass die Aufmachung und Verpackung von Produkten, Stichwort Mogelpackungen, am häufigsten kritisiert werden. Darauf folgen Beschwerden zur Zusammensetzung von Produkten, Herkunftsangaben sowie versteckte Preiserhöhungen", resümiert Nina Siegenthaler.

(apa/red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • "KONSUM-Ente": Das sind die ärgerlichsten Produkte des Jahres 2019
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen