Konstruktive Gespräche SPÖ - ÖVP zu Matura-Reform

Weitere Verhandlungen Ende Juni
Weitere Verhandlungen Ende Juni ©APA (Hochmuth/Archiv)
Unterrichtsministerin Schmied und VP-Bildungssprecher Amon haben am Dienstag Verhandlungen über die geplante Matura-Reform geführt.

Beide Seiten bezeichneten die Gesprächsrunde am Mittwoch als “konstruktiv”. Am kommenden Dienstag ist die Gesetzes-Materie jedenfalls nicht im Ministerrat, laut Amon wurden weitere Verhandlungstermine am 22. und 24. Juni angesetzt.

Die beiden neuen Verhandlungstermine “werden wir auf jeden Fall noch brauchen, um zu einem qualitativ hochwertigen Ergebnis zu kommen, das sicherstellt, dass die teilzentralen Elemente einer Reifeprüfung auch tatsächlich eine qualitätssichernde Wirkung entfalten”, so Amon am Mittwoch. Im Laufe der nächsten Woche will die ÖVP jene Punkte übermitteln, die aus ihrer Sicht in das Gesetz einzuarbeiten sind.

Seitens des Unterrichtsministeriums wird betont, dass ein “klares Bekenntnis” der ÖVP zur neuen Matura weiterhin Grundvoraussetzung für eine Zustimmung zu der von Wissenschaftsminister Hahn geplanten Novelle zum Universitätsgesetz (UG) sei. Hahn wollte diese Novelle eigentlich am Dienstag vom Ministerrat absegnen lassen, die SPÖ junktimierte allerdings ihre Zustimmung mit jener der ÖVP zur Matura-Reform.

Schmied plant vorerst nur an den AHS eine teilzentrale Matura. Diese soll aus drei voneinander unabhängigen Modulen bestehen: Jeder Schüler verfasst eine “vorwissenschaftliche Arbeit”, deren Thema vom jeweiligen Fachlehrer vergeben wird. Bei den drei schriftlichen Klausuren (Deutsch, Mathematik und eine lebende Fremdsprache) werden die Fragen zentral vorgegeben und vom jeweiligen Lehrer nach einem ebenfalls zentral vorgegebenen Lösungsschlüssel korrigiert. Von den zwei bzw. drei mündlichen Prüfungen muss zumindest eine Themenstellung in Form einer Präsentation absolviert werden. Bei der diesjährigen Matura haben bereits 16.000 Schüler Aufgaben bekommen, die nicht vom jeweiligen Klassenlehrer, sondern zentral vom Bundesinstitut für Bildungsforschung erstellt wurden.

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