Kongo-Truppe bekommt Lage nicht in Griff

Der von Frankreich geführten europäischen Friedenstruppe für Kongo ist noch nicht gelungen, die Sicherheit in der Bürgerkriegsstadt Bunia wieder herzustellen.

Der Sprecher der französischen Truppen in Bunia, Xavier Pons, sagte am Montag, es werde noch „mehrere Wochen“ dauern, bis die Stadt unter Kontrolle sei.

Laut einem Sprecher der UNO-Mission MONUC wurden in der Stadt in der vergangenen Woche 48 Menschen verschleppt. Bisher seien die Soldaten noch nicht in der Lage, Entführungen zu verhindern, sagte Pons. Erst wenn die Truppe voll einsatzfähig sei, könne sie auch in der Nacht patrouillieren. Die Einsatzfähigkeit werde jedoch vermutlich erst in einigen Wochen erreicht, weil die Piste des Flughafens keine schnelle Stationierung der Truppe zulasse.

Die in Bunia operierende Rebellengruppe „Union der kongolesischen Patrioten“ (UPC) kündigte unterdessen an, einer Demilitarisierung Bunias grundsätzlich zuzustimmen. Sie lehnte es aber gleichzeitig ab, ihre Kämpfer zu entwaffnen. UPC-Chef Thomas Lubanga sagte, er würde sich einer Demilitarisierung Bunias zum Schutz der Bevölkerung nicht widersetzen, die Maßnahme müsse jedoch mit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Rebellen und den Friedenstruppen einhergehen. Er erklärte sich bereit, den Großteil seiner etwa 1500 Kämpfer außerhalb Bunias zusammenzuziehen.

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