Konflikt AUA - Personal spitzt sich zu

Der Streit zwischen AUA-Management und fliegendem Personal um einen gemeinsamen Kollektivvertrag für AUA und Lauda Air spitzt sich wieder zu.

Der Betriebsrat will nun nicht erst nach der für 9:30 Uhr angesetzten Betriebsversammlung des Bordpersonals weiterverhandeln, sondern bereits ab 9:30 Uhr, sagte der stellvertretende AUA-Bord-Betriebsratvorsitzende Karl Minhard.

Vorstand auf “Konfrontationskurs”
„Wir stehen ab 9:30 Uhr zur Verfügung, wenn der Vorstand nicht kommt, ist das ein Zeichen“, sagte Minhard. Der Termin für weitere Verhandlungen nach der Betriebsversammlung sei vom Vorstand „einseitig festgelegt“ worden. Der Vorstand fahre „wieder einen Konfrontationskurs“, es gebe „taktisches Geplänkel“. In den nächtlichen Verhandlungen sei „klar zum Ausdruck“ gekommen, dass der Vorstand den Zusammenschluss von AUA und Lauda Air wie ursprünglich vereinbart gar nicht mehr wolle.

Die am Donnerstagnachmittag aufgenommenen Verhandlungen zwischen Management, Bordbetriebsrat und Sozialpartnern um einen gemeinsamen Kollektivvertrag für AUA und Lauda Air waren um Mitternacht nach acht Stunden einvernehmlich unterbrochen worden. Laut AUA sind bei den nächtlichen Gesprächen inhaltlich „einige Fortschritte“ erzielt worden, u.a. sei die strittige Frage der nominellen Anmeldung eines Lauda Air-Flugzeugs zum Behalten der behördlichen Bewilligung und des Flugnummernpräfixes „positiv geklärt“ worden.

Die Bordbelegschaft hatte zuvor befürchtet, die AUA-Führung könnte sich durch die Beibehaltung eines Flugzeuges mit dem Lauda- Hoheitszeichen (NG) eine Hintertür für die Gründung einer Billigairline unter der Bezeichnung Lauda Air mit billigem Personal offen halten.

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