Konferenz in Mekka will Modernisierung des Islams

Ruf zur Erneuerung aus der heiligen Stadt Mekka
Ruf zur Erneuerung aus der heiligen Stadt Mekka
Mehrere bedeutende Islamgelehrte haben die Führer der muslimischen Welt dazu aufgefordert, eine Modernisierung des Islams zu fördern. In einer am Mittwoch veröffentlichten Abschlusserklärung einer Anti-Terrorismus-Konferenz im saudiarabischen Mekka forderten die Gelehrten, eine Reformation des islamischen Rechts. Nur so könne eine Spaltung der muslimischen Gemeinde ("Umma") verhindert werden.


Auf Einladung Saudi-Arabiens kamen führende Islamgelehrte für drei Tage in Mekka zu der Konferenz “Der Islam und der Kampf gegen Terrorismus” zusammen, unter ihnen der Großimam der unter Muslimen geachteten Kairoer Azhar-Universität. Die Gelehrten empfahlen in der sogenannten “Mekka-Deklaration” eine stärkere Integration der muslimischen Länder und einen gemäßigteren Diskurs der Gelehrten. Nur so könnten “die Quellen des Terrorismus” ausgetrocknet werden.

Jihadistische Gruppen wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder das Netzwerk Al-Kaida haben mit eigenen Deutungen des Korans über die vermeintlich richtige Lebensweise als Muslim viele Anhänger gewonnen. Die häufigsten Opfer islamistischen Terrors sind Muslime selbst. Die Mekka-Konferenz warnte daher vor einer weiteren Spaltung der Religion durch das Wirken der Jihadisten.

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