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Kolumbien: Bombenanschlag auf Uni

Bei der Bombenexplosion am Donnerstagabend in der kolumbianischen Stadt Medellin kamen vier Menschen ums Leben, 17 weitere wurden verletzt.

Die Wucht der Explosion am Donnerstagabend (Ortszeit) habe im Umkreis der Antioquia-Universität beträchtlichen Sachschaden angerichtet, weithin seien Fensterscheiben zu Bruch gegangen, sagte ein Sprecher des Gouverneurs. Zu dem Anschlag habe sich zunächst niemand bekannt, doch gingen die Behörden von einem terroristischen Hintergrund aus.

Die Ermittler konzentrierten sich den Angaben zufolge auf die Stadtmilizen der Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC), die mit schätzungsweise 17.000 Kämpfern größte linksgerichtete Guerilla-Gruppe des Landes ist. Der Sprecher kündigte ein hartes Vorgehen gegen bewaffnete Gruppen an, die in Medellin „außerhalb des Rechts“ operierten. „Terrorismus ist ein Akt des Hochverrats gegen die Gesellschaft.“ Über mögliche Motive der Attentäter wollte er nicht spekulieren.

Medellin stand lange unter dem Einfluss mächtiger Drogenkartelle, vor allem in der Zeit vor dem Tod des Kartellchefs Pablo Escobar im Jahr 1993.

Erst in der vergangenen Woche hatten Regierung und rechtsgerichtete Paramilitärs bei ihren seit 16 Monaten andauernden Friedensgesprächen einen Durchbruch erzielt. Der Friedensbeauftragte der Regierung und die Anführer der Vereinigten Selbstverteidigungskräfte (AUC) unterzeichneten ein Abkommen, das die Einrichtung einer Sonderzone für die größte paramilitärische Gruppe Kolumbiens unter internationaler Überwachung vorsieht.

Die AUC war von Großgrundbesitzern im Kampf gegen die Guerillaorganisationen FARC und Nationales Befreiungsheer (ELN) aufgebaut worden.

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