Kokainsucht aus Trauer um Tochter

In wenigen Monaten wird der Austro-Popper noch einmal Vater. Jetzt hat der 55-Jährige erstmals über die Hintergründe seiner überwundenen Sucht gesprochen. Sein Kokainkonsum begann, als er um seine kleine Tochter trauerte.

Die Koksaffäre um Rainhard Fendrich ist Schnee von gestern. Der Sänger wurde zu einer Geldstrafe von 37.500 Euro rechtskräftig verurteilt. Auch in den Medien ist längst Gras über die Sache gewachsen. Dass der 55-Jährige die Angelegenheit in einem Interview jetzt wieder aufrollt, hängt wohl damit zusammen, dass er Anfang nächsten Jahres noch einmal Vater wird. Er sieht seine überwundene Kokainsucht nämlich im Zusammenhang mit dem Tod seiner Tochter, wie er der “Neuen Osnabrücker Zeitung” sagte.

Tochter starb an Viruserkrankung

Fendrich habe 1989, “direkt nach dem Tod unserer Tochter Theresa-Valentina”, angefangen, Kokain zu konsumieren. “Der Tod eines Kindes ist ein so krasser Einschnitt, den kannst du nicht verarbeiten. Dieses Gefühl gönne ich nicht meinem ärgsten Feind, einem so kleinen Sarg nachzusehen. Sie wurde nur 18 Monate alt. Das ist furchtbar. Der Phantomschmerz geht nie wieder weg”, wird der Sänger zitiert.

Das Mädchen starb an einer Viruserkrankung. Für den Liedermacher bedeute das aber nicht, “dass jeder, der einen Kindesverlust erlebt, nachher drogensüchtig wird ? das ist keine Entschuldigung”, betonte er.

“Man glaubt aber, sich mit den Drogen wieder aufzubauen. Irgendwann sind sie zu deinem alltäglichen Leben geworden, du merkst gar nicht, wie dein Körper verfällt.”

Rettung aus der “Gletscherspalte”

Die Drogensucht habe er nur überwinden können, “weil es einen Menschen gab und gibt, der mich liebt und schätzt, egal was passiert ist”. Auch seine Managerin habe immer an ihn und sein künstlerisches Potenzial geglaubt, sagte Fendrich. “Diese beiden Strohhalme haben mich aus der Gletscherspalte herausgeholt. Das vergesse ich nie.”

(ann_jovi/Foto: seitenblicke)

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