Königshofer räumt den Posten

Der selbsternannte 'Königstiger' im Einsatz.
Der selbsternannte 'Königstiger' im Einsatz. ©Parlamentsdirektion/Mike Ranz
Der ehemalige FPÖ-Abgeordnete Werner Königshofer hat nach seinem Ausschluss aus der Partei nun auch sein Nationalratsmandat zurückgelegt.

Das Büro von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) bestätigte am Mittwoch eine dementsprechende Vorabmeldung des “Kurier” (Donnerstag-Ausgabe). Königshofer war unter anderem wegen eines Vergleichs des Massakers von Norwegen mit der Fristenlösung aus der FPÖ ausgeschlossen worden und war seither “wilder” Abgeordneter.

Königshofer geht ‘aus gesundheitlichen Gründen’

Prammers Büro hat per Einschreiben erfahren, dass Königshofer sein Mandat “aus gesundheitlichen Gründen” zurücklegt. Nach seinem Parteiausschluss aufgrund von “parteischädigendem Verhalten” Ende Juli war Königshofer bei keiner Nationalratssitzung mehr anwesend. Ende September bestätigte der FPÖ-Bundesparteivorstand nochmals den Ausschluss des Tiroler Abgeordneten. Zur Erinnerung hier ein kleiner Auszug aus dem fraglichen Schriftwerk, das elegant das norwegische Massaker mit der in Königshofers Welt offenbar eng verwandten Fristenlösung verknüpft:

[…] Es geht hier näm­lich in ers­ter Linie nicht um das Eigen­tum am Bauch son­dern um den Wert sei­nes Inhal­tes, näm­lich des mensch­li­chen Lebens. Und hier schließt sich der Kreis. Der Wert mensch­li­chen Lebens ist unteil­bar, ob gebo­ren oder unge­bo­ren. Die jugend­li­chen Opfer von Oslo wer­den von uns zu Recht beweint. Nicht min­der sollte das auch für die Mil­lio­nen unge­bo­re­nen Opfer in ganz Europa gel­ten.[…]

Nun kann die FPÖ das Mandat wieder mit einem Parteimitglied besetzen. Wahrscheinlicher Nachfolger von Königshofer  ist der Landecker FP-Bezirksparteiobmann Mathias Venier.

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