König Felipe VI. geht auf Katalanen zu

Felipe hielt Rede in katalanischer Sprache
Felipe hielt Rede in katalanischer Sprache
Der neue spanische König Felipe VI. ist am Donnerstag in Katalonien als Vermittler zwischen der Zentralregierung und den nach Unabhängigkeit strebenden Katalanen aufgetreten. In einer in katalanisch gehaltenen Rede sprach sich der Monarch in Girona für "ernsthafte und großherzige Zusammenarbeit" zur Erfüllung der "legitimen Bestrebungen eines jeden" aus.


s gehe darum, die “großen kollektiven Ziele zugunsten des Allgemeinwohls” zu erreichen, fügte der 46-Jährige hinzu. Die katalanische Regionalregierung in Barcelona plant für den 9. November eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit. Die spanische Zentralregierung unter dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten Manuel Rajoy lehnt das Referendum entschieden ab und bezeichnet es als illegal.

Der spanische König soll gemäß der Verfassung die Einheit des Landes verkörpern. In seiner Ansprache vor dem Parlament nach seiner Inthronisierung am 19. Juni hatte Felipe VI. betont, sein Ziel sei die “Einheit, nicht die Uniformität Spaniens”.

Katalonien zählt wirtschaftlich zu den stärksten Regionen Spaniens. Etwa ein Fünftel des spanischen Bruttoinlandsprodukts wird in der Region erwirtschaftet. Die Katalanen, die stolz auf ihre eigene Sprache und ihre Kultur sind, beklagen seit langem hohe Transferzahlungen an Madrid bei vergleichsweise geringen Rückflüssen. Viele der 7,5 Millionen Einwohner der Region befürworten daher, dass Katalonien selbst Steuern erheben darf.

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • König Felipe VI. geht auf Katalanen zu
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen