Koalition mit FPÖ und BZÖ für Pröll "nicht sehr wahrscheinlich"

Der neue ÖVP-Obmann Josef Pröll hält eine Koalition der Volkspartei mit FPÖ und BZÖ "derzeit" für "nicht sehr wahrscheinlich".

In der “Zeit im Bild 2” verwies er Donnerstagabend darauf, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nach dem scheinbaren Friedensschluss mit dem orangen Bündnis heute wieder eine Zusammenarbeit abgelehnt habe. Dies zeuge vom Wankelmut in diesen beiden Parteien.

“Was ich sehe und höre, ist nicht dazu angetan, dass übertriebener Optimismus für eine schwarz-blau-orange Regierung angebracht ist”, meinte Pröll. Ausgeschlossen sei solch eine Koalition freilich nicht. Derzeit führe er aber Gespräche mit SPÖ-Chef Werner Faymann, der ja auch den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten habe.

Die ÖVP hat es lange nicht so eilig. Der neue Parteichef Josef Pröll ist zwar bereit, der Einladung Faymanns zu einem ersten Gespräch bereits am Donnerstag Folge zu leisten, bevor es aber allenfalls in echte Regierungsverhandlungen gehe, sei noch so manches zu erledigen. So tritt der VP-Obmann dafür ein, dass Faymann ein “Österreich-Gespräch” einberufen möge, bei dem alle politischen Kräfte einbezogen werden.

Innenministerin Maria Fekter (V) tat auch noch kund, dass die Basis in die Opposition wolle.

Pröll betonte, dass sich erst nach den “Vorbereitungsgesprächen” mit Faymann zeigen werde, ob man überhaupt in Koalitionsverhandlungen gehen werde.

Derweil ergibt sich für Pröll die immer größere Chance, wie sein Vorvorgänger als VP-Chef Wolfgang Schüssel nach einer Wahlschlappe zum Kanzler aufzusteigen.

Strache verwies auf viele Gemeinsamkeiten der Parteien und schloss eine Koalition gemeinsam mit den Orangen nicht mehr aus. Es liege nun an der ÖVP, wie sich die Koalitionsverhandlungen entwickelten. Ähnlich äußerte sich Haider. Einer Koalition mit Blau und Orange stehe an sich nichts im Weg außer der Volkspartei, die sich zuerst finden müsse.

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