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Klimt: Albertina erwarb frühe Studie

©© APA
Eine Schlüsselstellung in der frühen Entwicklung des österreichischen Künstlers Gustav Klimt stellt jene Vorarbeit zur "Allegorie der Skulptur" da, die die Wiener Albertina mit Unterstützung von Galerien und Auktionshäusern erworben hat.

Die Zeichnung sei am Übergang von Historismus zu Symbolismus entstanden und ermögliche, dem Künstler in seiner Entwicklung und beim Entwickeln eines Werkes “über die Schulter zu schauen”, sagte Albertina-Kuratorin Marian Bisanz-Prakken im Gespräch mit der APA. Am 23.4. (18.30 Uhr) präsentiert Bisanz-Prakken das Werk bei einem Vortrag in der Albertina.

Die “Allegorie der Skulptur” aus dem Jahr 1889 ist im Besitz des Wiener MAK. Die Vorstudie dazu sei nun eine Ergänzung der Albertina-Sammlung um eine “sehr wichtige Position im Oeuvre” des Künstler: “Wir haben zwar sehr schöne frühe Zeichnungen, aber so eine Vorarbeit ist eine einmalige Sache”, sagte die Kuratorin, die in der Albertina für niederländische Kunst und österreichische Kunst um 1900 verantwortlich ist. Die in gemischter Technik ausgeführte und in “stabilem Zustand” befindliche Zeichnung sei schon weitgehend in Richtung des vollendeten Werkes ausgeführt. Gerade die Unterschiede und die daraus mögliche Aufschlüsselung der Arbeitsweise des Künstlers jedoch machten es so wichtig, dass die Zeichnung in Wien bleibe, so die Kuratorin.

Das Werk wurde um 80.000 Euro bei Christian M. Nebehay (Antiquariat und Galerie ) angeboten. Doch sei sowohl der Verkäufer der Albertina im Preis wesentlich entgegengekommen, als auch durch finanzielle Unterstützung mehrerer nationaler und internationaler Galerien sowie Auktionshäuser der Großteil des Kaufpreises beglichen worden. Eine derartige Unterstützung sei für die Albertina erstmalig zustande gekommen und durch die gute Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Institution Albertina mit den beteiligten Kunsthändlern möglich gewesen, so Bisanz-Prakken.

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