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"Klimahysterie" ist deutsches Unwort des Jahres

Klimahysterie? Auch in Österreich ging man für den Klimaschutz auf die Straße.
Klimahysterie? Auch in Österreich ging man für den Klimaschutz auf die Straße. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Das Wort "Klimahysterie" hat es zum deutschen Unwort des Jahres 2019 geschafft. Mit dem Wort werden oft Bemühungen zum Klimaschutz abwertend bezeichnet.
Wörter des Jahres 2019

Das deutsche "Unwort des Jahres" 2019 heißt "Klimahysterie". Mit dem Wort würden Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert, sagte die Sprecherin der Jury der sprachkritischen Aktion, Nina Janich, am Dienstag zur Begründung.

"Klimahysterie" als Krankheit

Der Begriff pathologisiere pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als Art kollektiver Psychose. Das Wort sei gleich von mehreren Vertretern von Politik, Wirtschaft und Medien benutzt worden. Beispielsweise AfD-Politiker Alexander Gauland hatte im Juni vergangenen Jahres gesagt: "Die Klimahysterie der anderen Parteien wird die AfD nicht mitmachen."

In Österreich waren "Wort des Jahres" und "Unwort des Jahres" im Dezember gekürt worden, beide Begriffe nahmen auf die Affäre rund um das "Ibiza-Video" Bezug. "Wort des Jahres" wurde bei der alljährlich von der Gesellschaft für Österreichisches Deutsch (GSÖD) in Kooperation mit der APA durchgeführten Wahl "Ibiza", "Unwort des Jahres" war die "b'soffene G'schicht".

Auswahl aus 50 Vorschlägen

Insgesamt wurden dieses Mal 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht. Rund 50 Vorschläge entsprachen den Kriterien, wie etwa "Bauernbashing", "Ökodikatur", "Umvolkung", "Bevölkerungsexplosion" oder "Ethikmauer". Die Zahl der Einsendungen ging in diesem Jahr damit aber erneut zurück. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 900 gewesen. Früher gab es auch schon deutlich über 2.000 Vorschläge.

Das Unwort wird seit 1991 gekürt. Im vergangenen Jahr war es "Anti-Abschiebe-Industrie" vom CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt. 2017 fiel die Wahl auf "Alternative Fakten".

(APA/red)

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