Klima-Aktivisten rufen in Wien zu Großdemo gegen Lobautunnel auf

Eine Demonstration heute wäre nicht die erste in Wien.
Eine Demonstration heute wäre nicht die erste in Wien. ©APA/HERBERT PFARRHOFER (Symbolbild)
Ein Appell zu einer Großdemonstration kommt von Fridays For Future. Die Demo soll sich gegen den anvisierten Lobautunnel richten.

"Mehrere Milliarden Euro sollen für dieses klimaschädliche Autoverkehrsprojekt ausgegeben werden", kritisierte die Klimabewegung. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich unterstützte in einer Aussendung den Appell zum Erhalt der Lobau und fordert ebenfalls den Stopp der geplanten S1-Lobau-Autobahn.

WFF-Angehörige in Opposition zu Lobau-Autobahn

"Wer eine Autobahn durch ein wertvolles Naturschutzgebiet plant, ignoriert die dringendsten Krisen unserer Zeit. Sowohl die Klima- als auch die Artenkrise werden durch die Verbauung massiv befeuert, auch die Belastung für unsere Gesundheit steigt durch Hitzestau, Lärm und Luftverschmutzung", sagte Maria Schachinger vom WWF. Eine Autobahn habe unter einem Naturschutzgebiet "nichts verloren".

Lobau-Autobahn soll rund 20 Kilometer lang werden

Der WWF begrüßt die von Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) angekündigte Evaluierung großer Straßenbauprojekte als ersten Schritt in Richtung des "notwendigen Stopps dieser klimaschädlichen Megaprojekte". Die geplante S1 soll eine Gesamtlänge von 19 Kilometern umfassen, von denen eine Teilstrecke als acht Kilometer als Tunnel unter den Lobau-Auen geführt wird. Insgesamt würde der Bau den Verlust von rund 160 Hektar intakten Grünraums mit sich bringen, rechnete der WWF vor.

Fridays For Future: Beginn der Demonstration um 17:00 Uhr

Neben dem Stopp neuer Schnellstraßen und Autobahnen fordert die NGO einen Bodenschutzvertrag. Dieser soll dem "rücksichtslosen Flächenfraß von durchschnittlich 11,5 Hektar pro Tag in Österreich" eindämmen.

Die Demonstration von Fridays For Future startet um 17.00 Uhr am Karlsplatz. "Wir wollen ein klares Zeichen für eine lebenswerte Stadt setzen, die Lobau erhalten und uns für eine klima- und sozialgerechte Verkehrswende einsetzen", betonten die Organisatoren. Man brauche keine neuen Autobahnen, sondern einen Öffi-Ausbau, insbesondere in den Wiener Randgebieten, um Mobilitätslösungen für Pendelnde zu ermöglichen.

(APA/Red)

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