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Kleinwalsertal und Jungholz blicken nach Wien und Berlin

Sowohl das Kleinwalsertal mit rund 5.000 Einwohnern sowie Jungholz (300 Einwohner) sind auf dem Straßenweg nur über Deutschland erreichbar.
Sowohl das Kleinwalsertal mit rund 5.000 Einwohnern sowie Jungholz (300 Einwohner) sind auf dem Straßenweg nur über Deutschland erreichbar. ©APA/ROBERT JAEGER (Themenbild)
In den österreichischen de facto-Exklaven Kleinwalsertal (Vorarlberg) und Jungholz (Tirol) hält sich der wirtschaftliche Schaden durch den angekündigten deutschen Teil-Lockdown vorerst in Grenzen.

Wichtig sei, dass die Grenzen offen bleiben, betonten die Bürgermeister Andi Haid (Kleinwalsertal) und Karina Konrad (Jungholz). Haid hoffte, dass Tourismus im Winter wieder möglich sein wird. Sowohl Haid als auch Konrad blickten sowohl gespannt nach Berlin als auch nach Wien.

Kleinwalsertal und Jungholz nur über Deutschland erreichbar

Sowohl das Kleinwalsertal mit rund 5.000 Einwohnern sowie Jungholz (300 Einwohner) sind auf dem Straßenweg nur über Deutschland erreichbar. Die Grenzschließung zwischen Österreich und Deutschland im Frühjahr wirkten sich auf diese Kommunen deshalb besonders prekär aus. Weil das Kleinwalsertal und Jungholz im Alltagsleben eine Einheit mit dem deutschen Staatsgebiet bilden, sind diese beiden Regionen von der deutschen Reisewarnung für Österreich ausgenommen.

Aufgrund des deutschen Teil-Lockdowns seien touristische Reisen in Deutschland nun verboten, sagte Haid. Es gebe zwar bereits erste Stornierungen, da man sich aber noch in der Zwischensaison befinde, habe das keine allzu gravierenden Auswirkungen. "Wir hoffen, dass diese Maßnahmen helfen, damit Winter-Tourismus möglich sein wird", so Haid. Das Kleinwalsertal lebt praktisch ausschließlich vom Tourismus und dabei wiederum praktisch zur Gänze vom deutschen Gast.

Haid blickt nach Wien

Haid blickte aber nicht nur nach Berlin, sondern auch nach Wien, "denn rechtlich gehören wir natürlich zu Österreich". Er rechnete damit, dass in Österreich bald ähnliche Maßnahmen wie in Deutschland angekündigt werden.

Die Jungholzer Bürgermeisterin Karina Konrad konnte sich Donnerstag nicht vorstellen, dass es in Sachen Reisefreiheit für die Tiroler Gemeinde Änderungen geben werde. Sie ging im APA-Gespräch nicht davon aus, dass Jungholz von Deutschland wieder als Risikogebiet eingestuft wird. Die Gemeinde wurde bisher vom Virus auch verschont und verzeichnete bis dato keinen einzigen Corona-Fall.

Man blicke jedenfalls - wie das Kleinwalsertal - ständig in "beide Richtungen" - nach Österreich und nach Deutschland. Der Tourismus sei nämlich für den Ort im Oberallgäu die Haupteinnahmequelle. Derzeit hätten die Gastronomiebetriebe weitestgehend geschlossen, da sie sich auf die Wintersaison vorbereiten - daher erwartete Konrad auch nicht, dass deutsche Gäste aufgrund des "Quasi-Lockdowns" nach Jungholz zum Konsumieren kommen werden.

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(APA/Red)

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