Kirgisische Interimsregierung befürchtet Ausweitung der Gewalt

Die kirgisische Übergangsregierung befürchtet eine Ausweitung der jüngsten Gewalt vom Süden des Landes auf Gebiete im Norden und die Hauptstadt Bischkek. Nach den Erfahrungen in der südlichen Stadt Osch gehe er davon aus, dass es auch dort zu Provokationen kommen werde, sagte Vize-Ministerpräsident Almasbek Atambajew am Dienstag vor Journalisten. Die Regierung sei aber gut darauf vorbereitet.
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Seit Donnerstag sind bei Unruhen zwischen Kirgisen und Usbeken im Süden des Landes nach offiziellen Angaben mindestens 170 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Flüchtlinge könnte nach Schätzungen der Vereinten Nationen in Kürze auf 100.000 steigen. Nach bisherigen Informationen befänden sich auf der usbekischen Seite der Grenze etwa 75.000 Flüchtlinge, sagte der UNO-Sondergesandte für Kirgistan, Miroslav Jenca, am Dienstag. Der Flüchtlingsstrom reiße nicht ab. Auf der kirgisischen Seite der Grenze mache es die unsichere Lage unmöglich, genaue Zahlen zu ermitteln, sagte Jenca weiter.

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