Kinos boykottieren "Alice im Wunderland"

Die britischen Odeon-Kinos werden den Streifen "Alice im Wunderland" nicht zeigen.

Die größte Kinokette im Vereinigten Königreich wird den Tim Burton-Film nicht zeigen, da sie sich mit Disney über die Länge der Kinospielzeit uneinig war, bevor der Streifen auf DVD herauskommen soll.

Disney will die Spielzeit von 17 Wochen auf 12 reduzieren, da dies helfen würde, die Videopiraterie einzudämmen.

Ein Sprecher für Odeon entgegnet: “Die angebotene Reduktion eines hochdotierten 3-D-Streifens wie “Alice im Wunderland” untergräbt die Investitionen und wird ohne Zweifel einen neuen Veröffentlichungszeitraum von 12 Wochen als Standard im Vereinigten Königeich für die Mehrzahl der Filmtitel einführen. Das wird einen negativen Einfluss auf die Kinos haben, da eine solche Verkleinerung des Zeitfensters die bestehende Existenz vieler Kinos bedroht. Vor allem die kleineren und mittleren Filmtheater.”

Odeon-Kinos im Vereinigten Königreich, Irland und Italien werden den Film nicht vorführen, aber die britischen Fans werden das Fantasy-Abenteuer mit Johnny Depp und Helena Bonham-Carter trotzdem auf den Leinwänden der Cineworld und Vue Kinos zu sehen bekommen.

Disney sieht sich aufgrund der geplanten 12 Wochen Spielzeit derweil weltweitem Widerstand gegenüber. Kinos in den USA, den Niederlanden und Belgien drücken ihre Sorge aus, das Zeitfenster werde bald als neuer Durchschnitt angenommen.

Der Film, der durch das Buch von Lewis Carroll inspiriert wurde, wird trotzdem seine große Premiere im Londoner Odeon Theatre am Donnerstag, 25. Februar, feiern. Disney plant, ‘Alice im Wunderland’ Ende Mai auf DVD herauszubringen.

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