Kindesmisshandlung mit Todesfolge in Wien: Prozess fast 14 Jahre danach

Misshandlung: Das Kind erlag damals seinen Verletzungen.
Misshandlung: Das Kind erlag damals seinen Verletzungen. ©APA/Archiv/Sujet
Fast 14 Jahre, nachdem der damals einjährige Mirel an den Folgen ihm zugefügter schwerster Misshandlungen in einem Wiener Spital gestorben war, muss sich am Donnerstag sein mutmaßlicher Peiniger im Wiener Straflandesgericht verantworten.

Ramiz K. wird Quälen eines Unmündigen mit Todesfolge im Sinn des § 92 Absatz 3 Strafgesetzbuch vorgeworfen. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Während die Mutter des kleinen Buben – weil sie “weggeschaut” hatte, wurde sie später rechtskräftig zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt – mit dem Kleinen am 14. April 1999 das Krankenhaus aufgesucht hatte, tauchte ihr Lebensgefährte unter und entzog sich damit der Justiz.

Misshandlung: Kind starb an Verletzungen

Mirel erlag zwei Tage nach der Spitalsaufnahme seinen Verletzungen. Die Ärzte hatten 30 Knochenbrüche gezählt und zudem Verletzungen im Brust- und Genitalbereich sowie massive innere Blutungen festgestellt.

Ramiz K. konnte nach beharrlichen Ermittlungen des Bundeskriminalamts im August 2012 in Albanien verhaftet werden, wo er unter einer falschen Identität lebte. Nun muss sich der Mann der Anklage im Wiener Straflandesgericht stellen.

(APA)

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