Kindersonnenbrillen ohne Ausnahme vor UV-Strahlung geschützt

In einer Kindersonnenbrille wurde sogar Chrome gefunden. / Symbolbild
In einer Kindersonnenbrille wurde sogar Chrome gefunden. / Symbolbild ©APA/Barbara Gindl
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 17 Kindersonnenbrillen, unter anderem vom Optiker, aus Modehäusern, Drogerien und Sportgeschäften, im Wert von vier bis 30 Euro getestet. Der UV-Schutz wurde dabei von allen Modellen erfüllt, allerdings ließen Stabilität, Kratzfestigkeit und das seitlich einfallende Licht bei einigen Sonnenbrillen stark zu wünschen übrig.

Ein Produkt war sogar stark mit dem Schadstoff Chrom belastet. Diese Brille wurde mit vier anderen mit “weniger zufriedenstellend” benotet. Es gibt aber durchaus empfehlenswerte Produkte. Die 2 Testsieger strahlen nicht nur mit “sehr gut” von der Spitze der Ergebnis-Liste, sondern erreichten sogar die Höchst-Punkteanzahl. Die vollständigen Ergebnisse gibt es ab 5. Juni auf www.konsument.at.

UV-Strahlung ist für das menschliche Auge höchst gefährlich, sie kann zu schweren Augenschäden führen. Kinder sind besonders gefährdet, weil sich bei ihnen die schützenden Pigmente im Auge erst im Laufe der Jahre entwickeln. Den besten Schutz bieten hier runde Brillen mit breiten Bügeln, die das Auge gut auch vor seitlichem Lichteinfall abschirmen.

Der VKI hat 17 Kindersonnenbrillen genau untersucht. Sie wurden in verschiedensten Geschäftskategorien gekauft, wie Drogerien, Optiker, Modeketten oder Sportgeschäfte. Das günstigste Fabrikat war um vier Euro zu haben, das teuerste um 29,99 Euro. Erzeugt werden die Produkte laut Herstellerangaben zum größten Teil in China. Die Kunststoffgläser sämtlicher getesteter Brillen ließen keine UV-Strahlung durch. Doch beim so wichtigen Schutz vor seitlich einfallendem Licht versagten einige Produkte kläglich. Hier spielt die Form der Brille eine große Rolle.

Test: Kindersonnenbrille mit Chrome belastet

Kaum schadstoffbelastet – bis auf eine Ausnahme wie bei Kinderwaren üblich, wurde auch hier untersucht, ob die Produkte frei von Schadstoffen sind. In den meisten Brillen waren keine der 56 gesuchten Schadstoffe nachweisbar. Ein Modell war allerdings mit hohen Mengen an Chrom belastet. Es wurde abgewertet.

Von den 17 getesteten Brillen standen gleich fünf mit der zweitschlechtesten Note “weniger zufriedenstellend” im Schatten der anderen. Fünf Mal wurde ein “durchschnittlich” vergeben, drei Mal ein “gut”. Glänzen konnten vier Modelle mit der Bestnote “sehr gut”. Zwei davon erreichten sogar mit 100 Punkten die höchstmögliche Bewertung.

Kindersonnenbrillen sollten einen 100-prozentigen UV-Schutz bis 400 Nanometer bieten und 70 – 80 Prozent des sichtbaren Lichtes absorbieren. Das Glas sollte dunkel, am besten braun oder grau sein. Gelbe, hellblaue oder gar pinkfarbene Tönungen sind ungeeignet. Die Brille sollte das Auge komplett abschirmen und auch seitlichen Lichteinfall verhindern – und wegen der Verletzungsgefahr einen abgerundeten Kunststoffrahmen besitzen.

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