Kinderschänder in NÖ gefasst

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Ein 29 Jahre alter Ingenieur aus dem Waldviertel steht unter dem Verdacht des schweren serienweisen Kindesmissbrauchs. Der Mann habe zugeben, sich in den vergangenen zehn Jahren an insgesamt zehn Buben vergangen zu haben.

Der Verdächtige sei ins Dorfleben fest eingebunden gewesen – als aktives Mitglied im Pfarrgemeinderat und als stellvertretender Feuerwehrhauptmann, so der Leiter der Gruppe Sexualdelikte bei der NÖ Kriminalabteilung. Etliche Einwohner der kleinen Ortschaft mit etwa 500 Einwohnern im Bezirk Horn hatten den Kriminalisten zufolge wahrscheinlich schon seit Jahren zumindest einen vagen Verdacht.

Zur Anzeige kam es aber erst am 6. August, nachdem der Mann von den Eltern zweier Buben aus dem Haus geworfen worden war. An beiden Kindern, denen er vorgeblich „den Computer erklären“ wollte, soll sich der Verdächtige vergangen haben. Kurz darauf steckte er der Mutter der Buben heimlich einen „Entschuldigungsbrief“ in die Handtasche.

Nach Anzeige weitere Übergriffe gestanden

„Die Eltern haben das weitere Vorgehen mit dem Bürgermeister beratschlagt und sind dann noch in der Nacht zur Gendarmerie gegangen“, berichtete Pennerstorfer. Der 29-Jährige wurde festgenommen und sitzt seither beim Landesgericht Krems in Untersuchungshaft.

Der Verdächtige hat bei den Einvernahmen weitere sexuelle Übergriffe zugegeben. Die Gelegenheit bot sich für den Pädophilen demnach auch bei Jugendlagern der Pfarre. Immer wieder hatte er Ministranten auf Ausflügen begleitet. „In der Nacht hat er dann die Buben missbraucht“, gestand der Mann laut dem Ermittler. Ein heute 19 -Jähriger war, so Pennerstorfer, als Kind vor Jahren „weinend nach Hause gekommen. Er hat seiner Mutter erzählt, der Verdächtige habe ihn beim Spielen in einer Hütte gefesselt und betastet“. Die Mutter des Kindes stellte den Mann zur Rede, angezeigt hat sie ihn damals nicht.

Der Verdächtige war allein stehend und lebte noch bei seinen Eltern. Diese seien völlig ahnungslos gewesen, so die Polizei.

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