Kinderrechte sind ausbaufähig

Noch viel zu tun gibt es im Bereich der Kinderrechte - das ist die Bilanz der der Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien - sie bearbeitete im Vorjahr rund 4.500 Fälle.

Gerichtliche Begleitung bei Scheidungen, Beratung bei Problemen mit dem Jugendamt oder sexueller Missbrauch von Kindern – mit all diesen Problemen beschäftigte sich die Jugendanwaltschaft im vergangenen Jahr, wie ORF on berichtet.


Erschreckend hoch ist die Zahl jener Fälle, die sich mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern beschäftigt. 561 Fälle seien es allein 2004 gewesen, so Jugendanwältin Monika Pinterits.


Mehr als 1.000 Fälle haben zudem Obsorge-, Besuchsrecht oder Scheidung betroffen, auch Vaterschafts- und Unterhaltsfragen wurden behandelt.


Für heuer hat sich die Jugendanwaltschaft zum Ziel gesetzt, die Rechte der Kinder sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene als Gesetz zu verankern.


Die UNO-Konvention, die Österreich 1992 unterzeichnet hat, schützt Kinder zwar vor Gewalt und Missbrauch und betont das Recht auf Mitbestimmung. Vor Gericht könnten diese Rechte momentan noch nicht geltend gemacht werden, kritisieren die Kinder- und Jugendanwälte.


Das gehe erst dann, wenn sie in die Verfassung aufgenommen werden, erklärt Schmid. Im Österreich-Konvent sieht er dafür erste positive Signale.

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