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Kinder-Bettelverbot: Auch nach EURO weniger Anzeigen

Das gesetzliche Kinder-Bettelverbot in Wien hat laut Polizei auch nach der EURO 2008 für einen deutlichen Rückgang bei unerlaubten Geldbitten gesorgt.

Im Mai wurden von der Exekutive 56 bettelnde Personen angehalten und bestraft, im Juli schließlich um mehr als die Hälfte weniger: Insgesamt gab es 25 Anzeigen, sagte Polizeisprecherin Karin Strycek am Freitag zur APA.

Im Juni wurde mit zwölf Delikten ein noch stärkerer Rückgang verzeichnet, der Einfluss der gleichzeitig stattfindenden Fußball-EM auf diese Zahl sei allerdings nicht erfassbar, betonte Strycek. Das Verbot Minderjährige zum Betteln anzustiften oder als Unterstützung mitzunehmen wird in Wien seit dem 4. Juni mit Geldbußen von bis zu 700 Euro bestraft.

Einen Einfluss hat die neue Regelung im Wiener Landessicherheitsgesetz aber offenbar auch auf erwachsene Bettler. Die von der Polizei genannten Zahlen beziehen sich gleichermaßen auf Kinder wie auf volljährige Personen. Bei den 25 Anzeigen im Juli war laut Strycek nur in einem Fall ein Minderjähriger involviert.

Verboten ist Betteln grundsätzlich nicht, geahndet wird jedoch die Belästigung anderer Personen, aufdringliches, aggressives Verhalten und die Beteiligung von Minderjährigen. Auch organisierte Gruppen sind nicht erlaubt. Werden in Wien Kinder beim Betteln erwischt, verhänge die Polizei bei einem erstmaligen Verstoß zunächst geringe Geldstrafen von 70 bis 100 Euro, so Strycek. Bei Wiederholungstätern steige das Strafausmaß auf bis zu 700 Euro. Sind die Täter zahlungsunfähig, kann eine Ersatzfreiheitsstrafe von bis zu einer Woche ausgesprochen werden.

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