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Kühle Nächte und sonnige Tage färben das Herbstlaub

Kühle Nächte und sonnige Tage - dieses Rezept beschert unseren Bäumen eine besonders lebhafte Herbstfärbung. Stimmungsvolle Wälder in allen Schattierungen von hellgelb bis dunkelrot künden von der kalten Jahreszeit. Vorhersage für Wien

Am 23. September, exakt um 11.51 Uhr (MESZ), ist es so weit: Der Sommer ist offiziell vorbei. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne genau über dem Äquator, um später ihre scheinbare Reise in die südliche Hemisphäre fortzusetzen.

Warum begeben sich die Bäume eigentlich zur Ruhe? Ihre Kronen wären einfach nicht in der Lage, während der Winterstürme die schwere Last ihres Laubs zu tragen. Und vor allem könnten die im gefrorenen Grund verankerten Wurzeln nicht jene enormen Mengen Wasser aufnehmen, die von den Blättern verdunstet werden. Im Sommer können das bis zu 1.350 Liter pro Tag sein.

Im Herbst beginnen die Zellen zwischen Blattstiel und Zweig abzusterben, wodurch sich allmählich eine Korkschicht bildet, die den Saftfluss zum Laub mehr und mehr aufhält. Letzte Aufgabe der Blätter ist die Umwandlung der Stärke in Zucker, der in den Stamm zurücktransportiert und dort zu Speicherstärke wird.

Kalte Nächte verhindern die Weitergabe des Zuckers, der in den Blättern bleibt und sich im Gewebe ablagert. Da zugleich das Chlorophyll abgebaut wird, weicht das satte Grün den gelben, roten und purpurnen Farben. Braun werden die Blätter erst beim Absterben – und zwar durch braune, wasserlösliche Farbstoffe. In der Natur wird nichts verschwendet: Pilze breiten sich auf dem Falllaub aus und bilden weit verzweigte Fadengeflechte.

Derartige Vorgänge sind unserem Zentralgestirn herzlich egal – unbeirrt zieht es seine Bahnen: Vor dem Herbstbeginn steht die Sonne an jedem Ort der Erde zwölf Stunden über dem Horizont. Dann knabbert die Nacht auf der nördlichen Halbkugel täglich ein Stückchen Tageslicht weg. Diese Periode dauert bis zum Winteranfang, wenn sich die Sonne in Richtung nördlicher Hemisphäre in Bewegung setzt und damit die Tage wieder länger werden lässt.

Hergeleitet vom griechischen „karpos“, was übersetzt so viel bedeutet wie „die Zeit, in der die Früchte reif sind“, konnte sich die Bezeichnung Herbst in unseren Breitengraden erst recht spät durchsetzten. Ursprünglich kannte man zumeist nur eine Zweiteilung des Jahres in eine fruchtbare und eine unfruchtbare Zeit, in Sommer und Winter. Dessen ungeachtet, konnte der Herbst jedoch als eigenständige dritte Jahreszeit einen festen Platz im Lauf des bäuerlichen Wirtschaftsjahres einnehmen und seinen Einzug ins Brauchtum halten, wobei er sich als Zeit der Fülle und der Feste präsentierte.

Langschläfer müssen – Herbst hin oder her – noch etwas warten. Ihre Stunde schlägt erst am 28. Oktober, wenn mit dem Ende der Sommerzeit zusätzliche 60 Minuten in Morpheus Armen winken.

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