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Kühle Meeresluft im "Oceaneum"

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Alle Städter, die es diesen Sommer nicht an den Strand schaffen, aber trotzdem ein wenig Meeresluft schnuppern wollen, sind mit dem Wiener „oceaneum“ gut beraten.

In der künstlich angelegten, wohnzimmergroßen Salzgrotte erwartet Gäste nämlich jenes gesundheitsfördernde Mikroklima, das üblicherweise nur in meeresnahen Regionen vorherrscht. Angenehmer Nebeneffekt: Die Durchschnittstemperatur beträgt 20 Grad.

Im Inneren der Grotte findet sich Salz, wohin man schaut: Die Wände sind mit Salzziegeln ausgemauert, von der Decke hängen Stalaktiten, der Boden ist mit einer dicken Schicht Grobsalz bedeckt. Insgesamt 14 Tonnen des Naturmaterials aus dem Toten Meer habe man für die vollständige Auskleidung des 38 Quadratmeter großen Raumes herangeschafft, sagte die Inhaber Urszula Radziewinska zur APA.

Seit Dezember 2006 ist das „oceaneum“ in Betrieb. Seitdem besuchen vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen den „Kurort vor der Haustür“. In der Luft enthaltene Mineralien und Mikroelemente wie Jod, Magnesium oder Kalium wirken sich laut Betreiberin vor allem positiv auf Patienten mit Asthma, Bronchitis oder diversen Allergien aus.

In Sitzungen zu je 45 Minuten können die Gäste bei Beruhigungsmusik und Lichteffekten entspannen. Ein genau abgestimmtes, technisches Gerät sorgt für den optimalen Salzgehalt in der Luft. Bis zu 15 Menschen gleichzeitig können an der Sole-Therapie teilnehmen.

Die Idee zur Errichtung eines künstliche Naturheilstollens habe sie bereits als Kind gehabt, erinnerte sich Radziewinska. Damals besuchte die gebürtige Polin ein Salzbergwerk in Krakau, wo auch unterirdische Sanatorien untergebracht waren. „Schon da habe ich mich gefragt, wie viel Salz wohl nötig wäre, um mein Zimmer damit auszukleiden“, so die Besitzerin. Inzwischen seien derartige Grotten vor allem in Osteuropa weit verbreitet.

Inzwischen gebe es aber auch in Deutschland oder Österreich einige dieser Einrichtungen, meinte Radziewinska, „in Wien sind wir aber nach wie vor die Einzigen“. Die Kosten für eine Sitzung belaufen sich auf 15,90 Euro, für einen Zehnerblock müssen 139,90 Euro berappt werden.

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