Khamenei attackierte USA und Großbritannien scharf

Geistliches Oberhaupt
Geistliches Oberhaupt ©APA (Archiv/epa)
Im Atomstreit hat die iranische Führung erneut scharfe Töne angeschlagen. Ayatollah Ali Khamenei griff am Sonntag vor Tausenden Zuhörern vor allem die USA und Großbritannien an. "Die USA stehen an der Spitze unserer Feinde und Großbritannien ist der verabscheuungswürdigste unter ihnen", sagte das geistliche Oberhaupt in einer Rede zum schiitischen Ghadir-Fest in Teheran.

Die westlichen Führer stünden unter dem “Einfluss der Zionisten” und “Lügen”. Der Ayatollah rief die Iraner zur Einheit auf und forderte, alles zu unterlassen, was “die Feinde als Zeichen der Spaltung” auffassen könnten.

Es werde dem Westen nicht gelingen, den Iran im Atomstreit zu isolieren, obwohl seine Führer dies schon seit dreißig Jahren versuchten, sagte Khamenei weiter. Zugleich bekräftigte er, dass der Iran an seinem Ziel der Beherrschung der Atomtechnologie festhalten werde. Da die Atomtechnologie künftig Grundlage der Weltwirtschaft sein werde, müsse der Iran sich heute um sie bemühen, “denn morgen wird es zu spät dafür sein”, sagte Khamenei. Teheran beteuert immer wieder, seine Nutzung der Atomkraft diene ausschließlich zivilen Zwecken. Der Westen verdächtigt Teheran dagegen, im Geheimen an Atomwaffen zu bauen.

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