Kerry: "Bush schürt Anti-Amerikanismus"

Parallel zur Eröffnung des Nominierungsparteitags der US-Demokraten hat deren designierter Präsidentschaftskandidat John Kerry die Politik von Amtsinhaber George W. Bush scharf kritisiert.

Die USA würden heute international wieder so stark angefeindet wie während des Vietnamkriegs, sagte der Vietnam-Veteran am Montagabend bei einem Besuch im Kennedy Space Center in Florida.

„Seit 35 Jahren habe ich die Vereinigten Staaten nicht mehr so sehr als Angriffsziel, als lächerlich gemacht und verachtet erlebt wie heute, wo Amerikaner bei Reisen ins Ausland gefährdet sind“, sagte Kerry. Dies liege daran, dass Bush fast ausschließlich militärisch auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 reagiert habe.

Kerrys Parteifreund Bob Graham, Senator von Florida, warf Bush vor, seine Politik wirke sich so aus, als habe er „ein riesiges Plakat zur Anwerbung für El Kaida auf der Hauptstraße fast jeder Stadt im Nahen Osten und Zentralasien“ aufgestellt. Kerry betonte, die USA müssten sich um eine Zusammenarbeit mit gemäßigten muslimischen Geistlichen und Politikern bemühen.

Der Senator aus Massachusetts soll in der Nacht zum Donnerstag von den Delegierten des Nominierungsparteitags in Boston offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden. Kerry soll erst zum Abschluss der viertägigen Veranstaltung am Donnerstag zu den Delegierten sprechen und seine Kandidatur offiziell annehmen.

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